Noch in diesem Jahr werden die britischen Truppen ihre Stützpunkte im nordafrikanischen Wüstenkönigtum Libyen räumen. Ein neues Abkommen, das den Pachtvertrag von 1952 beendet, wird demnächst unterzeichnet. Es wird den Engländern nur noch Landerechte in El Adern gestatten, das sie als Zwischenstation für ihre Flüge nach Kenia, Aden und Malaysia brauchen. Die Rheinarmee verliert mit der libyschen Wüste einen idealen Truppenübungsplatz, die RAF ihr Bomben- und Raketenzielgebiet.

Für die Stützpunkte zahlte London jährlich 42 Millionen Mark Pachtsumme. Seit der Entdeckung reicher Ölfelder wurde Libyen jedoch zunehmend unabhängiger von diesen Einnahmen. Darum fiel es der Regierung nicht so schwer, im Frühjahr dem Druck des mächtigen Nachbarn Nasser nachzugeben und eine Revision der Verträge mit England und den USA zu fordern. Die Amerikaner waren jedoch bisher wenig geneigt, ihren Stützpunkt Wheelus vor Ablauf des Vertrages – 1971 – aufzugeben.