Die Berliner Industriebank AG, die im vergangenen Jahr einen neuen Weg zur Befriedigung des in Westberlin recht lebhaften Bedarfs an langfristigen Investitionskrediten gegangen ist, hat einen schönen Erfolg zu verzeichnen. Sie konnte 1963 aus dieser Förderung private Darlehen von 52,7 Millionen Mark aufnehmen und weiterleiten gegen nur 5,6 Millionen im Vorjahr.

Interessant ist die Aufteilung dieser Gelder, die von Privatleuten oder Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Direkt an die Bank gegeben wurden seit Beginn der Aktion 33,2 Millionen Mark, davon 27,6 Millionen im Berichtsjahr. Davon kamen 25,4 Millionen von 309 Kunden der Bank aus dem westlichen Bundesgebiet, während 314 Berliner Darlehensgeber nur 7,8 Millionen Mark aufbrachten. Der Zinsgewinn ist offenbar für westdeutsche Kapitalanleger attraktiver als für Berliner im Vergleich zu den bereits in Berlin bestehenden anderen Präferenzen. Immerhin liegen drei Viertel aller Darlehen in der Größenklasse bis 10 000 Mark.

Unter den größeren Darlehensgebern sind vor allem Versicherungsgesellschaften. Für sie ist ausschlaggebend, daß neben der hohen Rendite Deckungsstockfähigkeit gegeben ist. An Direktdarlehen erhielt die Bank bis Ende 1963 rund 19,5 Millionen Mark. Rechnet man zu diesen Beträgen noch die ausschließlich auf dem gleichen Wege für den Berliner Wohnungsbau zur Verfügung gestellten Privatgelder, so kommt nach den Angaben von Senator Schiller ein Betrag von 180 Millionen Mark zusammen, immerhin ein wirksamer Beitrag zur Berlinhilfe also, der beiden Seiten zum Vorteil gereicht. W. P.