Die japanische Automobilindustrie konnte ihre Exporte nach den USA verdoppeln. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verkauften die Japaner in Amerika 6232 Wagen, nur 200 weniger als Italien; im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 3311 Autos. Nach wie vor hält die deutsche Automobilindustrie mit 173 397 Wagen die Spitze auf der amerikanischen Importliste vor Großbritannien (41 734) und Frankreich (24 922). Gegenüber dem Vorjahr ist der Import ausländischer Wagen in die USA weiter gestiegen.

Eine Schwalbe...

Die langen Bemühungen um eine Konzentration der deutschen Luftfahrtindustrie haben zu einem mageren Erfolg geführt. Die Firmen Bölkow-Entwicklungen, Messerschmitt AG und Siebelwerke haben sich zu einer "Interessengemeinschaft Luft- und Raumfahrt München" zusammengeschlossen, in der sich die drei Firmen gegenseitig informieren sowie ihre Entwicklungs- und Produktionsprogramme abstimmen wollen, um eine optimale Nutzung der gesamten Kapazitäten zu erreichen. Eine weitere Integration der drei Unternehmen soll in Vorbereitung sein. Die ebenfalls in Süddeutschland beheimateten Firmen Dornier und Heinkel stehen weiterhin abseits.

Eisenbahnen brauchen Geld

Das Defizit der französischen Eisenbahnen hat sich trotz größerer Verkehrsleistung im Jahre 1963 um 308 Millionen Francs erhöht. Angesichts dieses Ergebnisses will die französische Regierung verschiedene Eisenbahntarife erhöhen. In Holland dagegen konnten die N.V. Nederlandsche Spoorwegen im Jahre 1963 das Gleichgewicht zwischen Aufwendungen und Einnahmen wiederherstellen. Trotzdem bezeichnet die holländische Bahnleitung die Finanzlage als angespannt, da die Betriebsergebnisse nicht für notwendige Investitionen ausreichen.

Trend zum Kombiwagen

Der Kombiwagen wird auch beim deutschen Autofahrer immer beliebter. Bei der Zulassung fabrikneuer Kraftfahrzeuge ist in den ersten sechs Monaten des Jahres die Zahl der Kombiwagen am stärksten gestiegen. Während insgesamt 5,6 Prozent mehr Fahrzeuge neu zugelassen wurden (839 336), stieg die Zulassung von Kombiwagen um 38,2 Prozent auf 67 071.