Aktionäre dürfen hoffen

Die Börse hat den jüngsten Aktionärsbrief der Reichhold Chemie AG, Hamburg, mit einem kräftigen Kursanstieg von 225 bis 254 Prozent quittiert. Der Geschäftsgang im ersten Halbjahr 1964 war erfreulich. Der Umsatz stieg um 27,3 (22,4) Prozent. Beachtet wurde der Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz, der bisher von Henry H. Reichhold eingenommen und jetzt durch Dr. Hans Leibkutsch (Deutsche Bank) abgelöst wurde. Henry H. Reichhold ist als Vorstandsmitglied in die österreichische Reichhold Chemie AG, Wien, eingetreten. Der Hinweis im Aktionärsbrief, daß die Hamburger Gesellschaft an der Wiener Gesellschaft nicht beteiligt ist, soll offensichtlich andeuten, daß Interessenkonflikte nicht zu befürchten sind.

Die Veba regulierte

Nach den jungen Aktien der Preussag war die Nachfrage größer als das Angebot. Sie konnte nur durch Abgabe von Bezugsrechten aus dem Bestand der ehemaligen Muttergesellschaft, der Veba, gedeckt werden, die im kommenden Jahr zum Teil privatisiert werden soll. Das Eingreifen der Veba in den Markt hat eine ungerechtfertigte Steigerung des Preussag-Bezugsrechfkurses verhindert.

Mit vierzig Fabriken im Ausland

Im Jahre 1963 konnte die Colgate, Palmolive Co., New York, ihren Umsatz auf 722 Millionen Dollar erhöhen. Das Unternehmen, das zur Zeit mit 40 Fabriken im Ausland vertreten ist, steigerte im Jahre 1963 seinen Auslandsumsatz um gut 10 Prozent auf 382 Millionen Dollar. Die Gesellschaft beschäftigte Ende vergangenen Jahres 27 000 Personen und wird 16 Millionen im Jahre 1964 investieren.

Fast eine Milliarde Umsatz