In den drei großen internationalen Krisen, die gegenwärtig den Staatsmännern von Ost und West schlaflose Nächte bereiten — in Vietnam, im Kongo und auf Zypern — mußten die Amerikaner abermals bitter erfahren, daß sie als Ordnungshüter der mchtkommunistischen Welt zwar ihr Leben riskieren, aber von den Völkern keinen Dank erwarten dürfen. 187 US Soldaten fielen bisher im Dschungel Südvietnams. Dennoch demonstrierten die Studenten in Saigon gegen die USA, weil diese General Khanh den Rücken stärkten. Während in Danang Studenten die Fenster einer amerikanischen Soldatenunterkunft zertrümmerten, ehrte Präsident Johnson in Washington eine junge Soldatenwitwe, die erklärte: "Mein Mann ist in Vietnam gefallen, weil er wollte, daß seine Kinder in einer anständigen Welt aufwachsen sollen " Beinahe hätte Amerika auch im Kongo die ersten Gefallenen zu beklagen gehabt. Drei Tage lang waren Oberst William verschollen, bis sie sich z kongolesischen Armee Einheiten durchschlagen konnten. Dodds, Geheimdienstspezialist aus dem griechischen Bürgerkrieg und dem Krieg m Korea hatte die Verteidigung der Stadt Bukavu gegen die Rebellen organisiert. Das Engagement von USAbwehroffizieren und der Aufbau einer weißen Fremdenlegion mit US Hilfe haben Tschomoes Prestige in Afrika eher vermindert als erhöht und damit auch dem Ansehen Amerikas geschadet.

lung der USA im Zypern Konflikt. An zwei Stellen übt Washington seinen Druck aus: in Genf paukt Dean Acheson die Vermittlungsgespräche durch, im östlichen Mittelmeer kreuzt die 6. Flotte, jederzeit bereit, sich zwischen Türken und Griechen zu schieben und Truppen auf Zypern zu landen. Den Krieg haben die Amerikaner verhindern können, nicht aber den Ausbruch heftiger antiamerikanischer Gefühle. Nicht so offensichtlich ist die Verwick