Am indonesischen Unabhängigkeitstag setzte Präsident Sukarno den 1. Januar als Enddatum für die "Zerschmetterung" Malaysias. Am selben Tag landeten indonesische Guerillas (womöglich 1000 Mann) in der Nähe von Singapur auf der Halbinsel Malakka. Einige wurden in den Sümpfen niedergemacht, der Rest konnte sich in die Berge durchschlagen.

Die malaysische Regierung ist, trotz der Dementis aus Djakarta, überzeugt, daß Sukarno den Infiltrationskrieg, den er seit Monaten auf der Insel Borneo führt, nun auf die malaysische Halbinsel, das Hauptland des einjährigen Commonwealth-Staates, ausgedehnt hat. Das Küstengebiet nordwestlich Singapurs ist ein ideales Gelände für einen indonesischen Stützpunkt, denn hier wohnen etwa 60 000 Menschen, die in erster oder zweiter Generation von Indonesiern abstammen. Die Malayen und ihre britischen Schutzherren befürchten, Sukarno werde nun Welle auf Welle von Partisanen nachfolgen lassen.