Die Braunschweigische Staatsbank, Braunschweig, die älteste öffentliche Bank der Bundesrepublik, konnte ihre Bilanzsumme um 270 Millionen DM auf 2,49 Milliarden DM steigern. An dieser Steigerung hatten die langfristigen Ausleihungen mit 153,4 Millionen DM und die Debitoren mit 32,9 Milliarden DM den größten Anteil. Der Gewinn betrug 5,4 Millionen DM; davon gingen 3 Millionen in die Rücklagen.

Die Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland, Kassel, deren Großaktionär die Preußische Elektrizitäts-AG ist, konnte 1963 ihren Umsatz von 174,5 auf 189,5 Millionen DM steigern. Der Reingewinn betrug 4,8 Millionen DM. Auf das um 3,25 auf 48,8 Millionen DM erhöhte Aktienkapital wurde eine Dividende von 11 (10) Prozent ausgeschüttet.

Zum erstenmal in der Geschichte der Dortmunder Ritterbrauerei AG, Dortmund, überschritt 1963 der Bierausstoß die Millionenhektoliter-Grenze. Die Verwaltung setzt große Hoffnungen auf den Flaschenbiermarkt. Ihr Flaschenbieranteil ist weiter gestiegen und liegt mit mehr als 70 Prozent über dem Durchschnitt, der im Bundesgebiet 64,8 Prozent und in Nordrhein-Westfalen 50,2 Prozent beträgt. 1963 betrug der Umsatz 84,4 Millionen DM gegenüber 76,4 Millionen DM im Vorjahr. Ausgeschüttet wurde für 1963 eine Dividende von 14 Prozent, außerdem ein Bonus von 2 Prozent aus Anlaß des 75jährigen Bestehens der Brauerei. – Großaktionäre sind mit 50,2 Prozent die Dresdner Bank und mit 36,3 Prozent das Bankhaus Wolff & Co. KG, Dortmund.

Die Bayerische Landesbodenkreditanstalt, München, dehnte 1963 ihr Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 692 Millionen auf 5,5 Milliarden aus. Das Institut hielt sich bei der Gewährung normalverzinslicher Eigenmitteldarlehen für den Wohnungsbau bewußt zurück und förderte verstärkt öffentliche Programme mit nicht marktüblicher Verzinsung. Ein Gewinn wird nicht ausgewiesen. Den Rücklagen wurde ein Betrag von 15,1 (19,6) Millionen zugeführt.

Die Unternehmen der Barmenia-Gruppe, Leipziger Verein-Barmenia Krankenversicherung a. G. (Wuppertal), Leipziger Verein-Barmenia Lebensversicherung a. G. (Hamburg) und Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG (Wuppertal) repräsentierten per 31. Dezember 1963 eine Bilanzsumme von über 250 Millionen Mark. Bei der Leipziger Verein-Barmenia Krankenversicherung a. G. machte sich die Ungewißheit über die künftige Entwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung bemerkbar. Die Versichertenzahl stieg deshalb vorwiegend durch Zugänge in der selbständigen Teilversicherung. Davon abgesehen hat sich das überdurchschnittliche stetige Wachstum auch im Jahre 1963 fortgesetzt. Die Leipziger Verein-Barmenia Lebensversicherung a. G. erreichte bei einem Neugeschäft von 100 Mit. lionen Mark einen Bestand an 532‚7 Millionen Mart Versicherungssumme. Das 7. Geschäftsjahr der Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG brachte einer Anstieg der Beitragseinnahmen um 20,5 Prozent auf 4,7 Millionen Mark. Neu aufgenommen bot die Gesellschaft im Jahre 1963 die Kraftverkehrs-Strafrechtschutz-Versicherung.

Die Iduna-Versicherungsgruppe hat ihre Firmennamen geändert. Der Name der Muttergesellschaft lautet künftig: "Iduna" Vereinigte Lebensversicherung a.G. für Handwerk, Handel und Gewerbe. Ihre Tochtergesellschaft heißt künftig: Iduna Allgemeine Versicherung AG. Die Lebensversicherung verfügt jetzt über einen Versicherungsbestand von mehr als 5 Milliarden DM. Sie kassiert von ihrer Tochtergesellschaft wieder eine Dividende von 14 Prozent für 1963. Trotz hoher Schadensaufwendungen bezeichnete der Vorstand dieses Ergebnis als befriedigend. Als "Sorgenkind" wurde die Kraftfahrversicherung bezeichnet. Die nach Zahl und Höhe steigenden Schäden zwingen nach Ansicht der Verwaltung wohl alle Kraftfahr-Versicherer zu Prämienerhöhungen.

Erfreulich gering waren im vergangenen Jahr die Kreditverluste der Lastenausgleichsbank (Bank für Vertriebene und Geschädigte), Bad Godesberg. Neu eingetreten waren 88 (im Vorjahr 83) Insolvenzen mit 0,26 Millionen Mark, so daß sich die Gesamtsumme der Ausfälle seit Bestehen der Bank auf 9,4 Millionen Mark beläuft. Das ist in Anbetracht des hohen Risikos, das den Krediten des von der Bank betreuten Kundenkreises anhaftet, und bei einem Kreditvolumen von über 6 Milliarden Mark ein relativ niedriger Ausfall. Die Bilanzsumme der Bank erhöhte sich 1963 insbesondere durch die Vorfinanzierung für den Lastenausgleich um rund 0,54 auf 8,5 Milliarden Mark.