Rose Kennedy, die Mutter des ermordeten US-Präsidenten, will mit Hilfe der Journalistin Marguerite Higgins ihre Memoiren schreiben. Sie stützt sich auf Briefe und Tagebücher.

Herbert Warnke, SED-Politbüro-Mitglied, und zwei Genossen durften mit italienischer Sondergenehmigung zur Beisetzung des KP-Führers Palmiro Togliatti nach Rom fahren. Damit konnte zum zweitenmal eine SED-Delegation ohne Erlaubnis des alliierten Reisebüros in Berlin ein NATO-Land aufsuchen. Ende Juli erschienen DDR-Vertreter beim Begräbnis des französischen KP-Chefs Maurice Thorez.

Franz Josef Strauß, CDU-Vorsitzender, antwortete auf die Frage der "Neuen Illustrierten", ob er heute bei passender Gelegenheit die Politik zugunsten einer Industrie aufgäbe: "Ja, das würde ich, im Management eines Unternehmens." Zur "Welt am Sonntag" sagte er jedoch: "Das ist dummes Zeug. Ich verhandele mit keiner Firma." Die Chefredaktion der Illustrierten: "Strauß hatte den Text des Interviews genehmigt."

William E. Miller, Vizepräsidentschaftskandidat der Republikaner, forderte die US-Delegation bei der UN auf, frühestmöglich die Unabhängigkeit Litauens auf die Tagesordnung zu setzen. Litauen ist seit 1940 Sowjetrepublik.

Günter Hofé, Ostberliner Verlagsdirektor und Schriftsteller, wurde von der Bundesanwaltschaft nach zehnmonatiger Untersuchungshaft freigelassen. Auf der Fahrt zur Frankfurter Buchmesse war er unter dem Verdacht der Spionage für Ostgeheimdienste festgenommen worden.