Ein Leser schreibt zum Thema Café

Wohin besser ginge ein junger Mann, der ausgezogen ist von der Provinz in die Stadt, als in ein Café, um diese Stadt kennenzulernen? Ihre Bildserie In den Cafés der Welt freut mich außerordentlich und weckt bei mir ein ungemein starkes Interesse.

Die Straßen der Städte sind doch oft so häßlich, Häuser, Kaufläden, Menschen, Verkehr, eine Stadt gleicht doch in allen diesen Dingen der anderen. Und selbst die Straßennamen gleichen sich. Meist lauten sie so ähnlich wie Kaiserstraße, Königstraße oder Marienstraße. Dann allerdings kommen jene Gegenden, die ihre eigene Note haben, wie etwa in Frankfurt der Römer oder hier in Stuttgart der Königs- und Schloßpark. Und hier nun finden sich die Cafés, die Sie in Ihren Photos zeigen.

Ich habe bisher meine Reisen nicht allein nach der Anzahl der besuchten Bildergalerien und sonstigen Sehenswürdigkeiten beurteilt, sondern nach der Zeit, die ich in den Cafés verbracht habe.

Ich erinnere mich noch gern eines Kellners in einem Espresso einer kleineren italienischen Stadt, der durch seine ausgesuchte Liebenswürdigkeit und Höflichkeit in seiner Bedienung uns die Stunden, die wir bei ihm verbrachten, nicht nur jedesmal zu einem amüsanten, netten Erlebnis machte, sondern uns diese Stadt in ewig gute Erinnerung versetzte. Wohl nicht die letzte gute Eigenschaft der Cafés. Horst Breinbauer, Bückeberg