Bei der Schiffshypothekenbank zu Lübeck erhöhte sich 1963 die Bilanzsumme um 12,2 Prozent auf 389,9 Millionen DM. Mit 96,2 Millionen erreichten die Auszahlungen den höchsten Stand seit Bestehen der Bank. Hieran war das Auslandsgeschäft mit 25,4 Millionen beteiligt,dessen Bestand sich mehr als verdoppelt hat. Von den Neuausleihungen wurde wie bisher der größte Teil zur Finanzierung von Seeschiffsneubauten verwendet. Die Eigenmittel der Bank stellten sich am 31. 12. 1963 auf 18,7 Millionen DM, die Umlaufsgrenze war zu 93 Prozent ausgenutzt. Auf das Grundkapital wurde eine Dividende von 9 Prozent ausgeschüttet.

Die durch Zusammenschluß im vergangenen Jahr entstandene Prima-Universa-Gruppe berichtete jetzt über das Geschäftsjahr 1963. Die Prima-Universa Krankenversicherung wies für 1963 Beitragseinnahmen von 17,5 Millionen DM aus. Der Versichertenbestand belief sich Ende 1963 auf rund 350 000 Personen. Die Prima-Universa Lebensversicherungsanstatt warb einen Neuzugang von 135 Millionen DM Versicherungssumme; damit wuchs der Bestand auf 617 Millionen Versicherungssumme. Diesem Anstieg entsprechend, erreichten die Beitragseinnahmen 24,1 Millionen, während für Versicherungsfälle einschließlich der Rückkäufe 5,4 Millionen aufgewendet wurden. Die Prima-Universa Sachversicherungsgesellschaft wies eine Beitragseinnahme von 4,5 Millionen aus, wobei besonders bemerkenswert ist, daß es sich hier um einfaches Geschäft – ohne Kfz-Versicherungen – handelt. Für Schadensleistungen wurden 1,7 Millionen aufgewendet.

Bei der Isar Lebensversicherungs-AG, München, ist 1963 das gesamte Neugeschäft von 131,7 auf 147 Millionen Mark Versicherungssumme gestiegen. Es verteilt sich hauptsächlich auf die Großlebens-Einzelversicherungen mit 90,9 Millionen und das Gruppengeschäft mit 49,9 Millionen Mark. Der Versicherungsbestand betrug zum Jahresende 841,3 Millionen Mark. Er hat inzwischen 980 Millionen Mark Versicherungssumme überschritten. Die Beitragseinnahmen erhöhten sich von 28,75 auf 32,08 Millionen Mark. Die Aktionäre erhielten eine Dividende von 10 Prozent.

Die Schlesische Feuer Versicherungs-Gesellschaft, Köln, hat im Gegensatz zu manchen Unternehmen der Branche 1963 besser abgeschnitten als 1962. Verluste sind im Berichtsjahr in den Sparten Transport und Einheit entstanden. Die Prämieneinnahmen erhöhten sich um 7 Prozent auf 40,27 Millionen DM. Die Aktionäre bekamen wieder 16 Prozent Dividende auf 5 Millionen DM Grundkapital.

Dem Geschäftsbericht der Berlinische Lebensversicherung AG, Berlin und Wiesbaden, für 1963 ist zu entnehmen, daß die Gesellschaft ein Neugeschäft von 277,7 Millionen DM Versicherungssumme gemacht hat. Die Durchschnittsversicherungssumme des Versicherungsbestandes ist auf rund 5000 DM leicht angestiegen. Die durchschnittliche Versicherungssumme des Neugeschäfts in der Großlebensversicherung beträgt im Berichtsjahr rund 12 000 DM. Als Dividende wurden 12 Prozent auf das eingezahlte Kapital ausgeschüttet.

Die von den Sparkassen und Raiffeisenkassen getragene Bayern-Versicherung, öffentliche Lebensversicherungsanstalt, München, schloß 1963 Lebensversicherungsverträge mit 176,2 (Vorjahr 165,3) Millionen Mark neu ab. Der Gesamtversicherungsbestand betrug am Jahresende 1133 Millionen Mark, die Zuwachsquote 14,4 Prozent. Die Beitragseinnahme erhöhte sich um 12,1 Prozent auf 59,0 Millionen Mark.

Mit einem um 19,8 Prozent auf 15,05 (Vorjahr 12,57) Millionen Mark gestiegenen Überschuß hat die Allgemeine Rentenanstalt Lebens- und Rentenversicherungs-AG, Stuttgart, 1963 ein gutes Ergebnis erzielt. Aus dem Reingewinn von 0,35 (0,21) Millionen Mark ist nach dem Vorschlag der Verwaltung wieder eine Dividende von 14 Prozent auf den mit 2,12 (1,57) Millionen Mark eingezahlten Teil des Stammkapitals von nominal 4,09 (2,55) Millionen Mark ausgeschüttet worden. Den Rücklagen waren vor dem Gewinnausweis 0,24 Millionen zugewiesen. Der Neuzugang an Versicherungen im Direktgeschäft hat zwar mit 457 (466) Millionen Mark den des Vorjahres nicht ganz erreicht. Bei „Großleben“ erhöhte sich der Neuzugang auf 218 (200) Millionen Mark. Rückläufig waren dagegen die Neuzugänge bei Rentenversicherung und Kleinleben – für die, wie Vorstandsvorsitzer Dr. Wilhelm Paulus darlegte, keine forcierte Werbung betrieben wurde – sowie in der Gruppenversicherung nach Sondertarifen, insbesondere durch den Minderzugang im Vertrag über die Versicherung der Stationierungsstreitkräfte.

Bei der Aachener und Münchener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft, Aachen, erhöhte sich im Geschäftsjahr 1962 die Gesamtbeitragseinnahme um 7,4 Prozent auf 164,6 Millionen Mark. Der Reingewinn betrug 3,3 Millionen Mark. Daraus wurde – wie wir bereits berichteten – eine Dividende von 16 Prozent ausgeschüttet.