Bonns Politiker sphlten letzte Woche wieder einmal das altvärtraute Spiel: Koalitionsstreit. Führende Freie Demokraten hatten, gereizt dur:h die Widerstände gegen eine flexible Aulenpolitik und beseelt von dem Wunsci, ihre Partei den Wählern als unerläßliiies Regulativ der Bonner Politik in Erinnerung zu bringen, kräftig vom Leder gezogen. Am Wochenende riß dem Fraklionsgeschäftsführer der CDUCSU, Will Rasner, der Geduldsfaden: In seiner Partei, sagte er im Fernsehen, herrsche wejen des schwankenden Verhaltens der FDP ein "Zustand der Koalitionsverdrossenhdt". FDP Vorsitzender Erich Mende besänftigte: "Eine Koalitionsverdrossenheit gibt es nicht " SPD Sprecher Franz JEarsig jedoch kommentierte schadenfroh "Diese Koalition ist heillos zerstritten " Um ein übriges zu tun, stiftete die Opposition noch mehr Verwirrung durch die Behauptung, eine Gruppe von Unionspolitikern wolle Bundeskanzler Erhard noch vor der Wahl durch Soiderminister Heinordneten von Guttenbrg ersetzen. Dazu die CDU: "Aus den Fingern gesogener Quatsch Allerdings gab der "Rheinische Merkur" bereits das Zeichen zum Sturz Schröders. Und das CSU Organ "BayernKurier" schrieb, etwaige Verbesserungen einer Passierscheinregelung in Berlin seien der harten Haltung des Kanzlers und jener "kalten Krieger" vom Schlage Adenzu verdanken. Schröders Name fehlte. Die Passierscheinverhandlungen boten auch den Anlaß für den letzten Koalitionskrach. Kanzler Erhard waren in einer Rede in Essen die unbedachten Worte entschlüpft, zwei Parteien seien gegenüber Ostberlin zur Kapitulation bereit gewesen. Empörter Aufschrei bei FDP und SPD. Ludwig Erhard nahm seinen Lapsus mit Bedauern zurück.

Aber den Parteienstreit konnte er nicht besänftigen. Die Freien Demokraten warfen ihm vor, er habe mit seiner Essener Rede die Verhandlungen in Berlin erschwert. Der amtierende CDUCSU Fraktionschef Barzel konterte: Die FDP habe "falsche" und "wenig sachdienliche" Erklärungen abgegeben. Trotz dieses Parteien Hick Hacks wollen jedoch weder Christliche noch Freie Demokraten die Koalition aufkündigen.