Karl Dönitz, Großadmiral a. D. und letztes Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches, wurde im italienischen Kurort Monsummano Terne von Fotoreportern verfolgt und von jugendlichen Demonstranten in seiner Ruhe gestört.

Franz Olah, populärer österreichischer Arbeiterführer, wurde von seiner eigenen Partei, den Sozialisten, gezwungen, als Innenminister zurückzutreten. Er hatte sich durch öffentliche Kritik an seinen Vorgängern, eigenwillige Ideen und Interviews für eine bürgerliche Zeitung bei seinen Parteigenossen unbeliebt gemacht. Tausende von Wiener Arbeitern gingen für den abgesetzten Minister auf die Straße.

Martin Luther King, US-Negerführer, prophezeite bei seiner Reise durch Europa, in vier Jahren schon werde ein Neger in den USA Minister sein. Höchstwahrscheinlich könne nach 25 Jahren auch ein Neger für das Präsidentenamt kandidieren.

Nikita Chruschtschow möchte, noch vor seiner Reise nach Bonn, Präsident Johnson nach dessen Wiederwahl besuchen. Da dieses Treffen aber erst im Januar oder Februar möglich wäre, würde Bundeskanzler Erhard den Kremlchef erst im Frühjahr sehen.

Walter Arendt, 39jähriger SPD-Bundestagsabgeordneter, wurde als Nachfolger Heinrich Gutermuths neuer Vorsitzender der Gewerkschaft Bergbau und Energie.

Marc Chagall hat nach achtzehn Monaten sein Friedensdenkmal vollendet, eine Glasmalerarbeit in der Wandelhalle des UN-Generalsekretariats in New York. Das Werk wurde am dritten Todestag Dag Hammarskjölds enthüllt.