Ich mag das Band der Straße, die Wiesen und Wälder, die sie säumen, nicht mehr, wenn sie infolge der Geschwindigkeit verschwimmen. Und ich weiß, daß es – in unserer Zeit – nur einen Luxus gibt: die Langsamkeit, einen Adel: die Muße.

Colette

Es ist gut, wenn man mit den Sitten verschiedener Völker bekannt wird, um über die unsrigen ein gesundes Urtheil zu gewinnen und nicht zu glauben, daß alles, was gegen unsere Gebräuche läuft, lächerlich oder unvernünftig sei. Verwendet man aber zu viel Zeit auf das Reisen, so wird man zuletzt in seinem eigenen Vaterlande fremd, und bekümmert man sich zu sehr um das, was in vergangenen Jahrhunderten geschehen, so bleibt man meist sehr unwissend in dem, was in dem gegenwärtigen vorgeht. Descartes

Die verfrühte Millionste

Auf dem Flughafen von Donjuan auf Mallorca ist am 17. August eine Engländerin mit besonderer Hingabe in Empfang genommen worden. Die Dame aus Manchester war die millionste Touristin, die sich das spanische Eiland für die Ferien erkoren hatte. Sie wurde besonders gern mit Geschenken bedacht, denn mit ihr hat die Insel ihren letzten Rekord gebrochen: die Millionste wurde diesmal einen Monat früher gezählt als im vorigen Jahr. Der sonnige Ruf Mallorcas, so scheint es, nutzt sich nimmer ab, im Gegenteil. Wo viele Menschen sind, muß es einfach schön sein. Das nächste Jahr wird es wieder beweisen. Wer wollte zweifeln?

Der symbolische Draht

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit dem internationalen World Wildlife Fund der Regierung von Kenia einen 35 Kilometer langen Drahtzaun für das Wildreservat Ngong Hills bei Nairobi geschenkt. Ein Stück Draht wurde der Regierung in Nairobi als symbolische Gabe überreicht.