Auch nach den Wahlen am Wochenanfang sind die Sozialdemokraten in Dänemark und Schweden die stärkste Partei geblieben. Das innerpolitische Kräftefeld hat sich jedoch ein wenig zu ihren Ungunsten verschoben.

In Schweden behaupteten sie ihre absolute Mehrheit nur noch knapp; ihr Vormarsch wurde gestoppt. Überraschend erhöhten die Kommunisten ihre Stimmenzahl um 32 000 auf 217 000. Die Konservativen verloren zugunsten der bürgerlichen Mitte erheblich an Boden. Der Erfolg der Kommunisten ist ein Verdienst des neuen Parteiführers Hermanson, dem es in vielen Fernsehinterviews gelungen ist, eine eigene, nationalschwedische Richtung des Kommunismus aufzuzeigen.

Die Bürgerlichen haben ihr Ziel, die nunmehr 32jährige Vorherrschaft der Sozialdemokraten zu brechen, nicht erreicht, da sie, ungeachtet aller Mahnungen in fünf Parteien getrennt marschierten und dabei vergaßen, den Gegner vereint zu schlagen.

Die dänische Koalition aus Sozialdemokraten und Radikalliberalen hat im Folketing ihre absolute Mehrheit von einer Stimme eingebüßt. Im Gegensatz zu Schweden konnten die Konservativen Gewinne einstecken. Die deutsche Minderheit in Nordschleswig verlor ihren Sitz.