Die Amerikaner erlitten ihre bisher schwerste Schlappe in Südvietnam. Die kommunistischen Vietcongs griffen den Luftwaffenstützpunkt Bien Hoa an, der nur zwanzig Kilometer nördlich der Hauptstadt Saigon liegt. Durch Granatwerferfeuer wurden fünf B-57 Düsenbomber zerstört und 22 andere Flugzeuge beschädigt. Vier Amerikaner wurden getötet.

Präsident Johnson ordnete sofort an, daß die Flugzeuge durch neue Maschinen ersetzt werden sollten; im übrigen aber bemühte sich die demokratische Administration in Washington, das Ereignis nicht zu dramatisieren: Ein Vergeltungsschlag gegen Nordvietnam komme nicht in Frage. Für die Republikaner indes war der nächtliche Überfall ein Wahlschlager in letzter Minute. Der frühere republikanische Vizepräsident Nixon sprach von der "größten militärischen Katastrophe Amerikas seit Pearl Harbour im Jahre 1941". Goldwater erklärte, die Kommunisten hätten diesen Angriff gestartet, weil sie Angst hätten, daß er zum Präsidenten gewählt werde. "Die kommunistische Partei arbeitet Tag und Nacht," um mich zu besiegen."