Johnsons Wahlsieg über Goldwater kam einem politischen Erdrutsch gleich. Der Präsident eroberte 61,3 Prozent der Wählerstimmen (mehr als Roosevelt bei seinem Rekordsieg im Jahre 1936) und, mit Ausnahme von fünf Südstaaten und Arizona, alle übrigen Staaten des Landes. Die ohnehin recht beträchtliche Überlegenheit der Demokraten im Kongreß ist noch größer geworden. Im Senat sitzen künftig 67 Demokraten 33 Republikanern gegenüber, falls die Nachzählung der Stimmen nicht noch Verschiebungen bringt. Im Repräsentantenhaus schrumpfte der Anteil der Republikaner von 257:178 auf 295:140.

In der republikanischen Partei hat jetzt bereits der Kampf um die künftige Führung begonnen. Die republikanischen Gouverneure Romney, Scranton und Rockefeller haben ihre Positionen abgesteckt, und auch Nixon hat sich als Vermittler in Erinnerung gebracht. Die Goldwater-Garde indes ist nicht bereit, ihre Positionen in der Parteiorganisation zu räumen. Zur erstes harten Auseinandersetzung wird es kommen, wenn im Januar das Nationalkomitee der Partei zusammentritt. Die Liberalen verlangen, daß der Vorsitzende Dean Burch, ein Goldwater-Mann, seinen Stuhl räumen soll.