Schon vor Wochen erzielten die Aktien der Münchener Rückversicherungs-Gesellscbaft auf Gerüchte hin, daß die Gesellschaft auf jeden Fall noch in diesem Jahr das Kapital erhöhen werde, ansehnliche Kursgewinne. Nun haben sich diese Gerüchte bestätigt. Die Hauptversammlung am 11. Dezember soll nicht nur die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 16 Prozent beschließen, sondern auch "im Hinblick auf den stark vergrößerten Geschäftsumfang" eine Erhöhung des Stammkapitals von 47 auf 75 Millionen DM billigen. (Durch Ausgabe von 280 000 Namensaktien von nom. 100 DM mit 50prozentiger Einzahlung.) Die neuen Aktien, die mit einem Aufgeld von 50 Prozent des Nennwertes angeboten werden, sind ab 1. Januar 1965 mit ihrem Einzahlungsbetrag dividendenberechtigt.

Da die Münchener Rück über verschiedene Aktienkategorien verfügt, ist die Aufstockung etwas kompliziert. Unter Ausschluß des Bezugsrechtes der Aktionäre soll ein Bankenkonsortium die jungen Aktien auf folgende Weise anbieten: für je zwei Inhaberaktien (je 150 DM Nennbetrag) gibt es drei junge Namensaktien (Nennbetrag je 100 DM mit 50 Prozent Einzahlung) also 1:1, für je vier alte Namensaktien (Nennnbetrag je 150 DM) gibt es drei junge Namensaktien (Nennbetrag je 100 DM mit 50 Prozent Einzahlung) also 2:1, und für je zwei alte Namensaktien (Nennbetrag je 100 DM) gibt es eine junge Namensaktie (Nennbetrag 100 DM mit 50 Prozent Einzahlung) also gleichfalls 2:1. t.r.