Ultraschall löscht Phantomschmerz aus

Verletzte, denen ein Bein oder ein Arm amputiert wurde, werden oft vom Phantomschmerz gequält. Sie haben das Gefühl eines unerträglichen Krampfes, eines Geschwürs oder einer Quetschung im schon Jahre fehlenden Glied. Jetzt gelang es Dr. R. C. Eggleton an der Universität Illinois erstmalig, diesen Schmerz mit Hilfe von Ultraschall auszulöschen.

Das Bein, in dem der Phantomschmerz wütet, fehlt zwar, aber die Nerven, die zu diesem Bein führen, sind noch intakt. Das Narbengewebe der Amputationswunde zieht sich noch viele Jahre nach der Operation langsam zusammen und reizt dadurch die Nerven. Diese senden Schmerzsignale zum Hirn. Das Hirn aber kann zwischen diesen Signalen und echten Schmerzsignalen aus dem früher noch vorhandenen Bein nicht unterscheiden.

Die erste Hirnregion, die diese Signale empfängt, ist der Thalamus. Empfindungen aus verschiedenen Körperteilen treffen hier in winzigen benachbarten Punkten ein. Wenn es gelingt, den Empfangspunkt für Schmerzen aus dem amputierten Glied außer Funktion zu setzen, müßte der Phantomschmerz beseitigt sein...,

Bei einem 27jährigen Patienten nahm Dr. Eggleton diesen Eingriff vor. Hirnchirurgen öffneten die Schädeldecke und richteten einen Ultraschallstrahl genau auf die zu zerstörende Hirnregion. Der Patient blieb bei vollem Bewußtsein und machte laufend Angaben über seine Empfindungen. Bei jedem Schallimpuls wurde der Phantomscherz geringer. Nach dem siebenten Mal war er ausgelöscht.

Haie hören ihre Nahrung