Weiter hoher Exportüberschuß

Der Außenhandel der Bundesrepublik hat in den ersten drei Quartalen des Jahres 1964 einen neuen Höchststand erreicht, wobei die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr wesentlich stärker zunahmen als die Importe. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts betrug der Gesamtwert der Ausfuhren von Januar bis September 47,251 Milliarden Mark, was gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres einer Zunahme von fast zwölf Prozent entspricht. Die Gesamteinfuhren machten 42,062 Milliarden Mark aus, etwa 8,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Exportüberschuß betrug damit 5,2 Milliarden Mark.

An zweiter Stelle

Drei Länder hatten mit zusammen 58 Prozent den Hauptanteil an der Weltausfuhr industrieller Fertigwaren (ohne Sowjetländer) im 1. Vierteljahr 1964: die USA (23,1 Prozent), die Bundesrepublik (19.9) und Großbritannien (14,7). Erst in erheblichem Abstand folgt Frankreich mit 7,6 Prozent, nachdem es im 1. Vierteljahr 1963 noch 9,3 Prozent gestellt hatte.

Italien hatte größte Zuwachsrate

Im Durchschnitt um 32,2 Prozent gestiegen ist von 1958 bis 1963 die industrielle Produktion in den wichtigsten Industrieländern der westlichen Welt. Nach Berechnungen des Deutschen Industrieinstituts erzielte dabei Italien mit 70 Prozent den weitaus stärksten Zuwachs, vor den Niederlanden mit 39 Prozent und der Bundesrepublik, die mit einer Steigerung um 36 Prozent an dritter Stelle steht. Den vierten Platz nehmen die USA mit 33 Prozent Zunahme ihrer industriellen Produktion seit 1958 ein. Etwas unter dem Gesamtdurchschnitt liegen Norwegen mit 31 Prozent und Belgien mit 30 Prozent. Die geringste Steigerung weisen in dieser Gruppe Großbritannien mit 18 Prozent und Luxemburg mit 13 Prozent auf.

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