Großherzog Jean von Luxemburg, der am vorigen Mittwoch seiner Mutter Charlotte auf den Thron folgte, ist nach einem halben Jahrhundert wieder der erste Mann an der Spitze des kleinen Landes. Abschiedsgruß der Presse an die scheidende Großherzogin: "Madam, mier hun ich gaer."

Antonin Novotny, tschechoslowakischer Staatspräsident und Parteichef, wurde, vielen Prognosen und Gerüchten zum Trotz, auf fünf Jahre als Staatsoberhaupt wiedergewählt. Er war noch in der ausgehenden Stalin-Ära Erster Parteisekretär geworden. Die neue Ämterteilung im Kreml nahm sich die CSSR nicht zum Vorbild.

Francisco Franco, spanischer Staatschef, verlangte von der dänischen Regierung Genugtuung für eine Verunglimpfung seiner Person. Demonstranten hatten aus Protest gegen die Verurteilung eines spanischen Schriftstellers vor der spanischen Botschaft in Kopenhagen eine Franco-Puppe verbrannt.

Papst Paul IV. legte seine Krönungstiara auf dem Altar des Petersdomes nieder und stiftete sie den Armen der Welt. Der Wert der Krone wird auf mehr als 300 000 Mark geschätzt, doch dürfte eine Auktion noch mehr erbringen.

Ibrahim Abbud erklärte nach neuen Unruhen im Sudan seinen Rücktritt auch als Staatspräsident und Oberbefehlshaber. Damit endete die von ihm sechs Jahre lang ausgeübte Militärdiktatur.

Alexander Schelepin, ehemaliger Geheimdienstchef, wurde zum Mitglied des Präsidiums des Zentralkomitees der sowjetischen KP bestimmt. Einige Schützlinge Chruschtschows, unter ihnen Schwiegersohn Adschubej, wurden aus dem ZK entfernt.