In der Goldmann-Reihe "Galerien und Kunstdenkmäler Europas", die in der Aufmachung und im Preis zwischen den Museumsreihen von DuMont Schauberg und Droemer-Knaur die Mitte hält, sind jetzt "Die Königlichen Museen in Brüssel" herausgekommen (mit 32 Farbtafeln und 119 einfarbigen Abb.), Text von Roger-A. D‘Hulst; 42,– Mark). Ein Museum ohne internationale Ambitionen – Cranach, Crivelli, Guardi sind nur Zufallsgäste in dieser einzigartigen Versammlung des eigenen Landes. Wenn man von den Brüdern van Eyck absieht, sind die alten Niederländer komplett und glanzvoll vertreten: Petrus Christus, Rogier van der Weyden, Hugo van der Goes, Bouts, Memling. Zwischen Breughel und Rubens stehen die flämischen Manieristen, die in Brüssel noch umfangreicher und eindrucksvoller zu sehen sind, als man nach dem Bildband vermuten würde. Dafür wird Jordaens mit vierzehn Abbildungen eher zu breit präsentiert. Zu den besonderen Vorzügen der Goldmann-Reihe gehören der wohlproportionierte Wechsel zwischen Schwarzweiß- und Farbreproduktionen, zwischen Gesamt- und Detailaufnahmen, sowie die knappen und präzisen Bildkommentare. g. s.