Alles Unglück des Menschen kommt daher, daß er nicht ruhig in einem Zimmer verweilen kann. Pascal

Der kürzeste Weg zu sich selbst führt um die Welt herum.

Graf Hermann Keyserling

Pilgern ohne Risiko

Verschiedene amerikanische Versicherungsgesellschaften haben kürzlich den Beschluß gefaßt, Rom-Pilger gegen das Risiko, den Papst nicht zu sehen, zu versichern. – Ob dagegen Paris-Besuchern das Risiko abgenommen wird, Brigitte Bardot nicht kennenzulernen oder China-Touristen beruhigt nach Peking fahren können, ohne Mao Tse-tung zu treffen, kann zur Zeit nicht gesagt werden. Auf jeden Fall jedoch werden die einfallsreichen US-Versicherer davon Abstand nehmen müssen, Moskau-Reisende gegen das Risiko zu versichern, den Kreml-Boß nicht anzutreffen. Dieses Risiko wäre auf jeden Fall zu groß für sie.

Geerbte Extravaganz

Ian Fleming, der Autor der James-Bond-Spionagebücher, die ihm wohl auch in der Bundesrepublik, aber vor allem in der englischsprechenden Welt eine große Lesergemeinde sicherten, hat sich noch nach seinem Tod als witziger Mann gezeigt. Er hat in seinem jetzt geöffneten Testament bestimmt, daß drei seiner Freunde je 500 Pfund (5500 Mark) erhalten mit der Klausel, daß sie das Geld innerhalb der nächsten zwölf Monate für eine Extravaganz ausgeben mögen. Einer der Erben, die 60jährige Witwe Lisi Propper, die Fleming schon kannte, als er noch Student in Österreich war, entschloß sich sogleich, einen Zehn-Tage-Trip nach Burma zu machen mit der simplen Begründung: "Es wird mir Spaß machen, Burma zu sehen."