Der Warschauer Pakt, herausgegeben von Boris Meissner, Dokumente zum Ostrecht, Bd. 1; Verlag Wissenschaft und Politik, Köln; 204 Seiten, 16,80 DM.

Von der Gründungsurkunde aus dem Jahre 1955 bis zur Erklärung über die Notwendigkeit der Mauer in Berlin vom August 1961 reicht die Auswahl der Dokumente über das östliche Gegenstück zur NATO. Die einleitenden Kapitel bringen neben einer Geschichte der Organisation, auch fundierte Kommentare zu völkerrechtlichen und politischen Fragen, zum Beispiel zur Rolle der Sowjettruppen im ungarischen Aufstand, Offenbar geschaffen, um den Polyzentrismus wenigstens militärisch aufzufangen, bietet der Pakt den kleineren Mitgliedern doch weit größeren Spielraum als die zweiseitigen Beistandsverträge, mit denen Stalin die Satelliten an die Sowjetunion band. Dieter Roß