Raketenstufen sind teuer. Wenn sie ausgebrannt sind, werden sie als überflüssiger Ballast abgeworfen. Sie verglühen dann entweder in der Atmosphäre oder kreisen sinnlos jahre-, jahrzehnte- oder jahrhundertelang um die Erde und gefährden alle späteren Raumflüge. Deswegen liegt der Gedanke nahe, jedenfalls unbemannte Raumfahrzeuge durch überdimensionale Torpedorohre ins All zu schießen.

Zwei Entwicklungsingenieure der für ihre Dampfkessel weltbekannten Firma Babcock & Wilcox haben sich mit dem Problem befaßt, hochkomprimierten Dampf als Antrieb für "Weltraum-Torpedos" zu verwenden. Sie sind der Meinung, ein drei Kilometer langes Torpedorohr von fast sechseinhalb Metern Durchmesser müßte dazu ausreichen, einem 250 000 Pfund schweren Projektil so viel Dampfschub zu erteilen wie eine Raketenstufe. Das gigantische Rohr könnte man am Steilhang eines Berges in ein Felsmassiv einbetten. Geeignete Berge gibt es nach Ansicht der Erfinder genug. Problematischer dürfte aber der Einbau des 400 Meter langen und 25 Meter dicken Hochdruckzylinders und des kugelförmigen Dampfspeichers von 100 Metern Durchmesser unter dem Torpedorohr sein. Zu den Kosten einer solchen Vorrichtung haben sich die Erfinder nicht geäußert.

Reinere Luft durch Alkohol

Um zehn bis über dreißig Prozent läßt sich der Anteil unverbrannter Kohlenwasserstoffe im Auspuffgas von Automobilen vermindern, wenn der Motor mit einer Mischung aus 25 Volumen-Prozent reinem Ethanol und 75 Prozent bleifreiem Benzin betrieben wird. Dabei verringern sich zudem noch die Ablagerungen von Verbrennungsrückständen im Zylinderkopf, die im unteren Leistungsbereich eines Motors auftreten, um etwa 20 Gewichts-Prozent. Dies erfuhren die Teilnehmer einer Sitzung der Society of Automotive Engineers in Chikago von George Lawrason, einem Ingenieur am South-West Research Institute in San Antonio (Texas).

Verdunstung hält die Blätter kühl

Ingenieure konnten bestätigen, was die Botaniker schon seit Jahren vermuten: Lebende Pflanzen halten ihre Blätter durch Wasserverdunstung kühl.