Alterssicherung für Selbständige

Nach Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Schmücker vor der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels in München werden gegenwärtig Überlegungen in den beteiligten Ministerien angestellt, auf welche Weise die Alterssicherung der Selbständigen verbessert werden kann. Eventuelle Möglichkeiten: Öffnung der gesetzlichen Rentenversicherung, wobei auch eine Ausdehnung der Handwerkerversicherung denkbar wäre; ferner Bildung von berufsständischen solidarischen Hilfseinrichtungen, die der Unterstützung der alten und ehemaligen Berufsangehörigen zu dienen hätten.

Zu wenig Dienstleistungspersonal

Der Arbeitskräftemangel im Dienstleistungsgewerbe hat sich in den letzten Wochen weiter verschärft. Im Oktober waren bereits 24 000 Arbeitsplätze für Frauen in den Handelsberufen unbesetzt. Besonders spürbar ist der Mangel im Lebensmittelhandel, in Büros und in der Konfektion bei den Frauen. Männer werden besonders von Banken und sonstigen Geldinstituten gesucht. Auch Behörden und Verwaltungen haben einen hohen Fehlbestand.

Im Osten: Kein Arbeitskräftemangel

Im Gegensatz zu den Industrieländern der freien Welt, in denen der technische Fortschritt an Stelle eines vermehrten Einsatzes menschlicher Arbeit tritt und Mangel an Arbeitskräften besteht, sind die UdSSR und die europäischen Satelliten offenbar durch die Knappheit an Arbeitskräften weniger behindert. Nach einer Statistik der UNO war die Industriebeschäftigung im europäischen Sowjetblock 1963 um 22 Prozent höher als 1958, gegenüber einer Zunahme um nur 5 Prozent in Nordamerika und 8 Prozent in Westeuropa.

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