Wohl dem, der ihn nicht gesehen hat! Bürger, nehmt euch in acht vor dem Fremden mit dem leichten Gepäck! Was mag in seinem Koffer sein? Sein Blick durchschneidet die dicke Luft, sein Blick durchstochert die dunklen Gassen, ein Schabmesser, das an den Hauswänden kratzt, ein Glasschneider, der die Fenster durchrtzt, eine Klinge, die zwischen Türspalten fährt, ein Dolch, der aufspießt, was ihm begegnet.

Hütet euch, Kinder, vor seinem freundlichen Wort, vor seinen Pfiffen und Tricks, Bonbons und Bärendreck, hütet euch vor seiner Flöte! Was wird er fangen, wo es bei uns keine Ratten mehr gibt?

Nehmt euren steifen Hut vor das steife Gesicht, Bürger, bevor euch sein Auge trifft! Zieht eine Ohren und Schwänze ein, bevor er an ihnen zieht! Haltet den Mund, nicht den Dieb!

Bindet den Hund an die Leine und fester den Helm, Polizisten! Doch ich rate euch, nicht seinen Paß zu verlangen, auch die Kennkarte nicht, den Gewerbeschein oder gar seinen Steuerbescheid. Und macht seinen kleinen Koffer nicht auf! Laßt im laufen, seid froh, wenn er läuft und nicht säuft. Laßt euren Knüppel lieber im Sack!

Bürger, laßt auch euren Goldesel im Stall, wenn er sich streckt zur Decke und leckt, und lasset den Tisch ungedeckt, wenn der Fremde euch naht! Er schnappt euch den Bissen vom Teller, er schlürft euch den Wein aus der Flasche, den roten und weißen, auch das Bier und die Aperitifs. Gebt acht, er beißt in die Gläser, und wenn er einmal beim Beißen ist... ? Er frißt euch die Zeitungen glatt aus der Hand und kotzt sie zerkaut vor eure Füße. Denn er ist und er hat alles, was ihr da lest und schreibt, satt.

Bietet ihm keinen Stuhl an! Ihr lieben Wirte, ich. rate euch, hängt euer Ruhetagsschild vor die Schenken, und Bürger, staut euch nicht auf eurem Steig. Falk nicht auf, fallt nicht um, fallt ihm ja nicht ins Wort, nicht in den Arm und nicht in den Schritt, fallt ihm nur nicht auf die Nerven!

Schont eure Anlagen, Bürger! Besetzt alle Bänke mit strickenden Tanten und sabbernden Greisen, die Blumenrondelle mit Wespennestern, die Park- und die Gartenwege mit glitschigen Weinbergschnecken! Und gebt eure Spatzen aus der Hand, um auch den Sandplatz zu besetzen. Laßt eure Täubchen auf dem Dach, die schwarzen Katzen im Sack!