Aus der Bäderstatistik

3,175 Millionen Kurgäste wurden 1963 in den deutschen Kurorten gezählt. Sie hielten sich im Durchschnitt in den Mineral- und Kurbädern 24,7 Tage, in den Seebädern 16,5 Tage, in den Kneippkurorten 16,4 Tage und in den heilklimatischen Orten 15,1 Tage auf. 73,5 Prozent der Gäste waren Privatgäste, 26,5 Prozent absolvierten ihre Kur aus Mitteln der Sozialversicherungen. Die Zahl der Übernachtungen stieg in den Kneippkurorten um 9,9 Prozent, in den Seebädern um 6,7 Prozent. In den übrigen Bädern ist nur eine geringe Zunahme oder gar ein Rückgang zu verzeichnen.

Frankfurt schiebt ’ne neue Kugel

Anfang Mai 1965 wartet Frankfurt am Main mit einer neuen Fremdenverkehrs-Attraktion auf: der größten Kegelbahn Europas, genauer – mit der umfangreichsten Bowling-Sportanlage des Kontinents. Die Hartgummi-Kugeln rollen auf 40 parallel angelegten Bahnen und werden von Maschinen nach nur zehn Sekunden zum Spieler zurückbefördert. Auch die umgeholzten Kegel richten sich automatisch blitzschnell wieder auf. Ein extra Kaltluftgebläse spendet den erhitzten Kegelbrüdern Kühlung. Die Ergebnisse werden durch Projektoren an die Saaldecke geworfen und sind für jedermann deutlich lesbar. Strapazierte Spieler können sich in bequemen Polsterstühlen eines Restaurants à la carte erfrischen. Dauerkeglern aber bringt der Ober Bier direkt an die Bahn.

Mittelmeerküste wird wieder sauber

Weil Tankschiffe ihre Erdöltanks mit Meerwasser zu spülen pflegten, wurden im Mittelmeer jährlich rund eine Million Tonnen Ölrückstände ausgeschüttet und von der Strömung wieder an Land gespült, was wiederum Millionen von Badegästen an den Gestaden des Mittelmeeres auf übelste Weise zu spüren bekamen. Jetzt trat ein internationales Abkommen in Kraft, wonach die Tanker das Spülwasser im Bugtank sammeln und nur an Raffinerie-Anlagen ablassen dürfen.

Stabile Preise im Süden