Zu spät! Wer von Zilchs bis jetzt noch nicht eingeladen wurde, der kann aufstecken. Silvester kann – und wird! – er unter seiner Steppdecke verbringen. Mehr ist da nicht drin.

Die Silvester-Party findet nämlich diesmal bei Zilchs statt. Daran nimmt die geistige Elite unserer Stadt, wenn nicht gar unseres Landes, teil. Wer nicht eingeladen wurde, der braucht sich hinfort nicht zur geistigen Elite zu zählen.

Die von Zilchs Ignorierten sind schlimm dran. Wo sollen sie sonst noch hin – nachdem sie allen anderen Angeboten die kalte Schulter gezeigt haben, in Erwartung der Zilchschen Einladung? Und wenn sich noch jemand ihrer erbarmen sollte – was sind das schon für Partys! Es fehlt ja die geistige Elite! Die Prominenz!

Die haben Zilchs sorgsam abgesahnt. Entkommen ist denen keiner. Und für die anderen blieb nur die zweite Wahl übrig. Jetzt schäumen die. Denn Zilchs müssen unfairerweise mit dem Engagieren der Prominenz schon im Juni angefangen haben. Wer denkt schon im Juni an Silvester? Zilchs!

Manche haben das verschlafen. Kümmerten sich erst im November. Wandten den alten Trick an, Prominente durch andere Prominente anzulocken „Barlogs haben fast zugesagt!“. Oder: „Heisenbergs haben noch nicht abgesagt!“ Schließlich streckten sie die Waffen. Ließen die eigene Party platten. Versuchten mit fliegenden Fahnen zur Zilch-Party überzulaufen.

Zu Zilchs kommen nicht die ersten besten. Nicht einmal die zweiten besten. Nur bei Menschen von weit her, sagen wir: von Yokohama, nimmt man es nicht so genau.

Peinlich ist die Situation für jene, die nicht eingeladen wurden. Man ist bei Zilchs – oder man ist es nicht. Und gehört damit einer anderen Klasse von Menschen an. Ähnlich wie bei der legendären „Dreigroschenoper-Premiere“ wird man noch in Jahrzehnten nur zählen, wenn man Silvester 64/65 bei Zilchs war.