1. 1. 1958: Der EWG-Vertrag fritt in Kraft.

16. 1. 1958: EWG-Kommission, „Wächterin des Vertrags“, nimmt die Arbeit in Brüssel auf.

25. 1. 1958: Erste Sitzung des Ministerrats, in der Regierungsvertreter auf Vorschlag der Kommission einen gemeinschaftlichen Nenner zur Vertragsverwirklichung suchen und beschließen.

3. – 11. 7. 1958: Die Weichen für die europäische Agrarpolitik werden in der Konferenz von Stresa (Italien) gestellt: Vermeidung von Überproduktion, gemeinsame Preise als Regulativ, Angleichung oder Beseitigung der Subventionen, Strukturverbesserung durch Rationalisierung, Hebung des bäuerlichen Lebensniveaus auf das vergleichbarer Wirtschaftszweige.

1. 1. 1959: Erste Zollsenkung um 10 Prozent auf Industriewaren.

13. 2. 1960: Festsetzung gemeinsamer EWG-Außenzölle gegenüber der restlichen Welt durch den Ministerrat.

26. 2. 1960: Hallstein schlägt beschleunigte Vertragserfüllung vor („Hallsteinplan“ für einen Zollabbau in den ersten vier EWG-Jahren um 50 Prozent statt geplanter 30 Prozent). Abschaffung der mengenmäßigen Einfuhrbeschränkungen (Kontingente) zwischen den „Sechs“ schon 1961 statt 1969; vorzeitige Anwendung der EWG-Außenzölle ab 1967 statt Ende 1969.