Mattuschek hatte seinen Wagen verkauft, für 3200 DM, mit sämtlichen Extras. In einem Lokal, das neu eröffnet hatte, aß er ein Schinkenbrot und beobachtete die Fische in dem Aquarium. Der Wirt meinte: „Das beruhigt.“ Mattuschek zählte die aufsteigenden Blasen, und ein Herr am Nebentisch sagte: „Hören Sie, wie es gluckst?“ Mattuschek bestellte für den Herrn ein Bier. Sie tranken fünf Biere, bis der Wirt Mattuschek bat, an seinen Führerschein zu denken. „Ich habe keinen Wagen mehr“, sagte Mattuschek, und der Wirt machte sofort die Rechnung.

Mattuschek ging mit dem Herrn vom Nebentisch in ein Lokal, wo kein Aquarium war. Sie tranken zwei halbe Liter Bier. Die Kellnerin sagte zu Mattuschek: „Geben Sie mir eine DM und ich mache Musik.“ „Das Geld kann man sparen“, sagte Mattuscheks Begleiter und zählte auf, woran er überall spart. Da versprach Mattuschek ihm eine neue Stellung. Er wollte aber vorläufig noch keine, und die Kellnerin sagte zu Mattuschek: „Lassen Sie lieber Ihre Autoschlüssel hier.“ „Ich habe kein Auto mehr“, sagte Mattuschek. „Und Sie versprechen diesem Herrn eine neue Stellung?“ Der Herr gab der Kellnerin eine DM, damit sie Musik machen konnte und sprach über seinen Wagen.

Mattuschek ging in das gegenüberliegende Lokal, und der Wirt fragte ihn gleich, ob er mit dem Wagen gekommen sei und erzählte von seinem letzten Verkehrsunfall. Mattuschek kam gar nicht dazu, ihm zu sagen, daß seinen Wagen verkauft hatte, und trank eine Flasche Wein. Der Akkordeonspieler wollte etwas singen, aber der Wirt erzählte immer weiter von seinem letzten Verkehrsunfall. Der Akkordeonspieler mischte sich ein und schilderte den Streit mit seiner Versicherungsgesellschaft und steckte zwanzig Pfennig aus der eigenen Tasche in die Musikbox. Mattuschek mußte erst eine Tasse Kaffee trinken, bevor er wegging.

Auf der Straße stand ein Polizeiwagen. Ein Polizist stieg aus und nahm Mattuschek die Schlüssel ab, mit denen er gespielt hatte, und sagte: „Holen Sie sich die morgen früh wieder.“ Mattuschek rief: „Aber, das sind doch meine Hausschlüsseln und ging zur nächsten Polizeiwache.

„Sie wollen mir wohl nicht einreden, daß Sie mit Ihren Hausschlüsseln gespielt haben...“, sagte der Revierführer, „wer mit seinen Schlüsseln so spielt, wie Sie es wahrscheinlich getan haben, der spielt mit seinen Aufschlüsseln.“

Zwei Stunden später kamen die beiden Polizisten, und der eine sagte: „Glauben Sie vielleicht, wir nehmen jemanden die Hausschlüssel ab?“ Mattuschek sagte: „Wetten!“ und sie fuhren ihn nach Hause. Der eine Polizist steckte den größeren Schlüssel ins Schloß. Die Tür ging auf. Er öffnete mit ihm auch die Wohnungstür und starrte auf den Schlüssel. „Und wofür ist der kleinere?“ fragte der Polizist. „Zum Öffnen meiner Geldkassette“, sagte Mattuschek und machte sie auf. „Bringen Sie Ihr Geld lieber zur Sparkasse“, sagte da der Polizist „dort ist es sicherer.“ Ben Witter