Der Präsident der 110 Millionen Pakistanis heißt auch für die nächsten fünf Jahre Ayub Khan. Der 61jährige Marschall hat mit zwei Dritteln der Wahlmännerstimmen über seine couragierte 71jährige Gegenkandidatin Fatima Jinnah gesiegt. Miß Jinnah, eine Schwester des 1948 verstorbenen Gründers des zweigeteilten Muslimstaates, hatte ihren Gegner, den Schöpfer der gelenkten Demokratie, einen Diktator genannt, der die Grundrechte mißachte und die Armut des Landes verschuldet, habe. Nach ihrer Niederlage behauptete sie, Ayub Khan habe die Wahlen manipuliert.

Beide Kandidaten führten den Wahlkampf mit antiamerikanischem Akzent, obwohl Pakistan seit 1957 fünf Milliarden Dollar eingesteckt hat. Die Pakistanis sind über die US-Waffenhilfe an Indien verstimmt.