Dem neuen Jahr sehe ich mit Vergnügen entgegen. Es wird nämlich aller Voraussicht nach einige Ereignisse bringen, die unsere Herzen höher schlagen lassen. Wer würde sich zum Beispiel nicht freuen, wenn...

... am 14. I. der männliche Rest von Kilius-Bäumler, der verlassene Paarläufer Bäumler, seine berühmte Anmerkung zum Kilius-Baby: „Wenn es eine Gerechtigkeit gibt, rächt sich das“, selbst als grobe Geschmacklosigkeit bezeichnen wird?

... am 3. II. Bauernpräsident Rehwinkel erklären wird, es sei dem stolzen Bauernvolk doch etwas peinlich, von jedem Bundesbürger 40 Mark Unterstützung zu empfangen – man werde daher auf diese Zuwendung verzichten?

...am 8. III. Ludwig Erhard es endlich schafft, während einer Bundestagsdebatte auf eine präzise, sachliche, knappe Frage eine präzise, sachliche, knappe Antwort zu geben – ohne dabei aus der Haut zu fahren und tief gekränkt zu wirken?

... am 24. V. unsere Politiker sich darüber einigen, von Amerika Deutschland-Initiativen und Berlin-Bekenntnisse nur noch alle sieben Wochen zu verlangen – das allerdings erst nach den Wahlen?

... am 6. VI. Franz Josef Strauß überraschend ankündigt, er werde sich, um die Wahlchancen der nördlichen Schwesternpartei nicht zu gefährden, für einige Zeit aus dem politischen Leben zurückziehen?

... am 14. VII. ein Vertriebenenfunktionär definiert, wie man sich in seinen Kreisen die Rückkehr in einen nichtkommunistischen Ostblockstaat vorstellt – ohne Gewaltanwendung?