Flugzeugträger wird Raketenbasis

Die amerikanische Raumfahrtbehörde baut einen Flugzeugträger in eine Abschußbasis für Forschungsraketen um. Von den über 40 Raketen, die – mit Meßinstrumenten beladen – in diesem Jahr in Höhen von mehr als 150 Kilometer geschossen werden sollen, erhoffen sich die Ionosphärenforscher wichtige Aufschlüsse über die höheren Schichten der Lufthülle.

Nach zahlreichen Messungen, die mit Raketen über allen Erdteilen vorgenommen wurden, sind Probleme ungelöst geblieben, die durch Messungen über den Ozeanen aufgeklärt werden müssen. Eine Erscheinung, die durch Raketenaufstiege über dem Meer genauer untersucht werden soll, sind die sogenannten Elektrojets, elektrische Ströme, die in großer Höhe um die Erde kreisen.

Der Flugzeugträger, den die US-Raumfahrtbehörde gechartert hat, soll fünf Abschußrampen und alle zur Auswertung der Raketenaufstiege erforderlichen Instrumente durch die Weltmeere tragen.

Erdöl befestigt Wanderdünen

Wanderdünen bedrohen in vielen Teilen der Welt angrenzendes Kulturland. Die Gefahr ist gebannt, wenn es gelingt, die Dünen zu bepflanzen. Aber das ist schwierig. Der Wind bläst die Wurzeln der frischgesetzten Pflanzen frei, oder die Pflanzen werden vom Sand verschüttet.

Als wertvolles Hilfsmittel zur Dünenbefestigung hat sich jetzt Erdöl erwiesen. Bei Versuchen in Libyen und Tunesien wurden Dünen mit Erdöl besprüht, nachdem sie mit jungen Bäumen bepflanzt worden waren. Die Sandteilchen der Dünenoberfläche verklebten miteinander, und der Wind konnte sie nicht mehr fortblasen. Eine Tonne Öl je Hektar reichte aus. Die Wirkung des Öls dauerte an, bis die Bäumchen fest verwurzelt waren. Dann hielten die Wurzeln die Dünen zusammen.