Die Binnenschiffahrt, der Güterfern- und der Güternahverkehr haben dem Bundesverkehrsministerium eine Stellungnahme zu dem Bericht, der Bundesbahn über ihre wirtschaftliche Lage zugeleitet. Wer erwartet hat, daß die aufsehenerregenden Forderungen und Darstellungen der Bahn die über die Tarifgestaltung zwangsweise verbundenen Konkurrenten zu neuen Ideen über eine Bereinigung der Situation inspiriert hätten, muß bitter enttäuscht sein.

Die Stellungnahme der drei Verbände bewegt sich in dem nun schon seit Jahren gewohnten Rahmen: Angriffe gegen die Bundesbahn, Zweifel in die Berechnungen und Kritik an der Tarifpolitik der Bahn. Was verspricht man sich eigentlich von diesem Dauerfeuer, unter das man die Bahn genommen hat? Die Argumente haben sich abgenutzt, niemand hört mehr recht hin. Einfallsloser geht’s wirklich nicht mehr. Es sei denn, man wertet die am Schluß der Stellungnahme erhobene Forderung, man solle alle Verkehrsträger subventionieren, wenn man die finanzielle Unterstützung der Bundesbahn nicht vermeiden könne, als neu und originell.

Die niemanden befriedigende Situation der Bahn, die in dem Bericht des Bundesbahnverwaltungsrates klar und deutlich zum Ausdruck kommt, sollte nunmehr auch die übrigen am öffentlichen Verkehr beteiligten Gruppen veranlassen, sich einmal Gedanken über die Bereinigung des gesamten Problems zu machen, statt sich in einer fruchtlosen und überholten Kritik zu erschöpfen.

mh.