In Frankreich war der Wintersport lange Zeit ein paar begeisterten Bergsteigern vorbehalten; jetzt beginnt diese Art von aktiver Erholung offenbar populär zu werden: In diesem Jahr werden eine Million Franzosen Urlaub im Schnee machen, und in fünfzehn Jahren – so heißt die Prognose – werden es vier Millionen sein. Viele Städter teilen ihre Ferien heute schon so ein: drei Wochen Sommerurlaub am Meer, eine Woche Wintersport.

Die Erfolge der Franzosen bei den letzten Olympischen Winterspielen in Innsbruck sind daran sicherlich nicht ganz unschuldig. Besonders auf die Jugend wirkten die Medaillen ermutigend. So geschah es, daß es viele Winterurlaubsorte gibt, die erst seit kurzem von sich reden machen. Außerdem bemüht sich eine ganze Anzahl von Organisationen, oft mit Unterstützung durch das Ministerium de l’Education Nationale, – bei besonders vorteilhaften Preisen – für den Wintersport zu begeistern.

Da ist zuerst die „Union Nationale des Centres de Montagne“ zu nennen. Sie wendet sich an Jugendliche im Alter von 16 bis 30 Jahren. Die Skihütten, über die sie verfügt, sind in drei Preisgruppen geteilt: Skihütten der ersten Kategorie sind in Val D’Isère und in Chamonix. Hütten der zweiten Kategorie befinden sich in: Samoens, Le Tour, les Contamines, Pralognan, Valloire, Les Deux Alpes, Monetier, Le Bez, Vielleneuve, Moulin-Barom, Saint-Lary, Bareges. Die dritte Kategorie ist vertreten in: Saint-Sorlin, Lanslevillard, Brunissard.

Der tägliche Durchschnittspreis ist im Vergleich zu den gewöhnlichen Aufenthaltskosten (um vierzig Mark) niedrig; er beträgt sechzehn Mark. Damit ist auch die Leihgebühr für Schuhe, Skier und Stöcke bezahlt, ebenso die Gebühr für Skiunterricht, dem täglich fünf Stunden vorbehalten sind. Ausländische Teilnehmer könnten sich bei dem amtlichen französischen Verkehrsbüro in Frankfurt anmelden oder direkt bei der UNCM in Paris.

Der „Club Méditerranée bietet jungen Leuten drei Möglichkeiten, den Winterurlaub sehr preiswert zu verbringen. Für eine Woche Aufenthalt im Hotel (Vollpension, täglich vier Stunden Skiunterricht, Unfallversicherung, Benutzung von Skilift und Skibahn, aber ohne Reisekosten werden verlangt in: Serre-Chevalier und in Tignes 345 Mark (315 Mark für jede weitere Woche); in Val d’Isère 410 Mark (zusätzliche Woche 310 Mark).

Die Jugendherbergen in den Wintersportorten sind bis zum 10. April geöffnet. In Chamonix, La Clasaz und Morzine kostet der Aufenthalt 160 Mark wöchentlich. Vom 3. bis 31. Januar und vom 1. bis 25. März sind die Kosten auf 145 Mark wöchentlich vermindert. In anderen Jugendherbergen (Chamrouse, Les Rousses, Ballon D’Alsace, Xonrupt, Le Bez, Allos La Fonx, Les Pananches, Lansle Bourg) kostet der Aufenthalt (einschließlich Skiunterricht, ohne Reisekosten) 100 Mark je Woche. Vom 3. bis 31. Januar und vom 1. bis 25. März werden je Tag neun Mark berechnet.

Die nicht mehr ganz jungen Winterurlauber haben dabei keineswegs das Nachsehen, im Gegenteil: Sie haben die Wahl zwischen den Alpen, in Frankreich Nordalpen genannt, den See-Alpen, den Pyrenäen, dem Massiv-Central, dem Jura, den Vogesen. Die drei letzen Gebiete sind freilich nicht den ganzen Winter hindurch schneesicher.