FÜR alle, die an einer glaubwürdigen Diskussion der modernen Kunst interessiert sind –

Hans Sedlmayr: „Der Tod des Lichtes“; Otto Müller Verlag, Salzburg; 242 S., 10,90 DM.

ES ENTHÄLT zwölf zwischen 1947 und 1961 entstandene Aufsätze, dazu eine zusammenfassende Schlußbetrachtung.

ES GEFÄLLT, weil Sedlmayr einer der wenigen am Gespräch um die moderne Kunst Beteiligten ist, der wirkliche Kriterien und schlüssige Argumente zur Hand hat. Daß er diese Waffen ebenso brillant wie unnachgiebig benutzt, um nachzuweisen, daß die moderne Kunst jenseits der Kunst, ein Zeichen des Chaos sei, daß er diese Behauptung durch Parallelen in Literatur und Philosophie in frappierender Weise zu stützen weiß – all das mag den grämen, der der Gegenseite schon lange einen so kompetenten und temperamentvollen Verteidiger gewünscht hätte. An der Qualität dieser Aufsätze – unabhängig davon, ob man Sedlmayrs Standpunkt teilt oder nicht – ändert es jedoch nichts.

P. K.