Ich habe es erst auch nicht glauben wollen, aber die Wiedervereinigung („WV“ für Leute, die UN sagen) in den alten Reichsgrenzen, also mit Ostpreußen, aber ohne Westpreußen, scheint plötzlich zum Greifen nah zu sein.

Anders kann ich mir den Wirbel, den meine Regierung in letzter Zeit veranstaltet hat, gar nicht erklären. Die würde doch nicht dauernd von Initiativen zu Deutschland-Initiativen reden, wenn sie nicht mehr darüber wüßte, als sie uns sagt! Mein Bundeskanzler, der gaukelt uns nicht was vor, weil zufälligerweise im Herbst Wahlen sind. So ist der nicht. Irgend etwas muß es doch noch geben, was nicht wegen der Wahlen geäußert wird!

Wie kam es zu dieser erfreulichen Wendung? Und was steht der WV noch im Wege? Dazu eine wichtige Bonner Persönlichkeit:

„Wir werden die Wiedervereinigt.ng bekommen, wenn wir jeden Tag an sie denken. Schon beim Frühstück. Mittags. Sonntags. Im Wald. Immer, wenn uns eine große Unruhe überkommt, spricht in uns die Wiedervereinigung.“

„Was noch?“

„Wenn wir uns montags zur Einheit in Freiheit bekennen.“

„Was noch?“