Wegen der schweren Erkrankung Sir Winston Churchills mußte der englische Premierminister Harold Wilson seinen Besuch in Bonn und Berlin absagen. Auf Schloß Rambouillet empfing der Staatspräsident Frankreichs, Charles de Gaulle, seinen Bonner Gast Ludwig Erhard. Ohne Chinesen und Albaner begann in Warschau ein „kleines Gipfeltreffen“ der Ostblockführer über Anti-MLF-Pläne. Wegen ,,schwerer Beleidigung der Bundesregierung“ gab der deutsche Botschafter in Moskau eine sowjetische Note zur Frage der Verjährungsfrist für NS-Verbrecher zurück. Gegen jegliche Einmischung des Auslandes in dieser Frage wandte sich Bundesjustizminister Ewald Bucher.

Der Frankenthaler Oberstaatsanwalt Leonhard Drach und sein Koblenzer Kollege Josef Wienecke wurden bis zur Klärung der gegen sie erhobenen Vorwürfe beurlaubt. Der CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß verweigerte die Rückgabe seines in Niedersachsen erworbenen Jagdscheins.

England erhöhte das Briefporto und Frankreich die Telephongebühren. Verfreter der EWG-Staaten erörterten in Rom Möglichkeiten der Entwicklung von Standardwaffen. Im römischen Parlament wurde ein Gesetz zur Bestreitung von unangemessen gekleideten Besuchern historischer und sakraler Stätten eingebracht. Nach dem Verbot einer politischen Betätigung durch die rumänischen Behörden rief Fidel Castro die kubanischen Studenten aus Bukarest zurück. Einen erheblich verringerten Betrag für Auslandshilfe hat der amerikanische Präsident vom Kongreß gefordert, Über Laos wurden zwei amerikanische Düsenjäger abgeschossen.

An der Baustelle der Saalabrücke bei Hirschberg wurden nach langen Protokollstreitigkeiten zwei Bombenblindgänger von DDR-Technikern entschärft. Bundesverteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel und Wehrbeaultragter Mathias Hoogen erzielten bei ihrem ersten Gespräch grundsätzliche Übereinstimmung. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer verzichteten auf repräsentative Mittagessen bei Arbeitsbesprechungen. Die Justizminister der Bundesländer empfohlen einheitliche Behandlung von Trunkenheitsdelikten im Straßenverkehr.

Zum Leiter des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden wurde Paul Dickkopf ernannt. Der BMW-Generaldirektor Dr. Karl-Heinz Sonne wird Nachfolger Heinrich Jakopps bei Klöckner-Humboldt-Deutz. Durch die Zusammenlegung von Regierungsbezirken und Landkreisen möchte das Land Rheinland-Pfalz seine Verwaltung verbilligen und vereinfachen.

Die Bundesländer widersetzten sich dem Vorschlag der Zeitungsverleger zur Übernahme des Zweiten Deutschen Fernsehens. Den Adolf-Grimme-Preis des deutschen Volkshochschulverbandes erhielt die von Heirat Kipphoff geschriebene, von Franz Peter Wirth inszenierte, von der Bavaria produzierte und vom WDR gesendete „Geschichte des Joel Brand“, Einer der ersten Weltstars des Tonfilms, Jeanette MacDonald, erlag in Houston/Texas im Alter von 58 Jahren einem Herzleiden. Hans-Jürgen Bäumler lehnte ein Solisten-Angebot der Wiener Eisrevue zugunsten weiterer Film- und Bühnentätigkeit ab. Als neuer Ritter des Ordens „Wider den tierischen Ernst“ wurde der nordrhein-westfälische Kultusminister Professor Paul Mikat vorgeschlagen,