Reichhold in der Spitzengruppe

Die Reichhold Chemie AG, Hamburg, die vor zwei Jahren als Folge einer Reihe von Fehlinvestitionen die Dividende ausfallen lassen mußte und für 1963 nur 6 Prozent ausschüttete, kündigt für 1964 eine Erhöhung der Dividende an. In Börsenkreisen vermutet man, daß es mindestens 8 Prozent geben wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 20,6 (10) Prozent auf 56,8 Millionen Mark. Mit dieser Zuwachsrate bewegt sich Reichhold in der Spitzengruppe der chemischen Industrie,

Wachstum in Kanada

Während sich bei den deutschen Beteiligungen der Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG, Köln, im Geschäftsjahr 1963/64 Dividendenkürzungen nicht vermeiden ließen, entwickelte sich ihre kanadische Tochtergesellschaft, die Elican Development Company Ltd., infolge der günstigen kanadischen Konjunktur günstig. Durch einige Kapitaltransaktionen wurde eine Konzentration der kanadischen Beteiligungen herbeigeführt. Für das laufende Geschäftsjahr dürften sich die Einnahmen aus den inländischen Beteiligungsgesellschaften wieder erhöhen. Die Aktionäre von Elikraft (Börsenname) erhalten – wie im Vorjahr – eine Dividende von 6 Prozent auf das unveränderte Grundkapital von 20 Millionen Mark.

Kein Geld für höhere Dividende

Der jüngste Aktionärsbrief der Rheinische Stahlwerke, Essen, sagt über die Ertragslage des abgelaufenen Jahres wenig aus. Die Verwaltung meint allerdings, daß sich schon jetzt die Beibehaltung der Vorjahresdividende von 12 Prozent abzeichnet. Damit sind die Börsenhoffnungen auf eine Wiedererhöhung der Ausschüttung auf 14 Prozent zunichte geworden. Der Umsatz der Unternehmensgruppe ist 1964 um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Mit der neuesten Rheinstahl-Tochter, der Kasseler Henschel-Werke AG, und unter Einbeziehung der Gußstahlwerk Witten AG überschreitet der Konzernumsatz erstmals die 4 Milliarden-Grenze. Der Exportanteil der Gruppe macht 23 (20,6) Prozent aus.

Es bleibt bei 10 Prozent