Zwei Tage nach seiner Vereidigung als neugewählter Präsident der Vereinigten Staaten mußte sich Lyndon B. Johnson für einige Tage ins Krankenhaus begeben. Zwar litt er nur an einem Luftröhrenkatarrh mit leichtem Fieber, aber die Ärzte hielten es für geraten, dem rastlos tätigen Staatsmann eine Ruhepause zu verordnen. Wegen eines schweren Herzanfalls vor zehn Jahren muß Johnson peinlich auf seine Gesundheit achten. Wie die amerikanische Nation erst jetzt erfuhr, ist Johnson aber auch an den Lungen anfällig. Er hat sich im Kriege als Marineflieger über dem Pazifik eine chronische Bronchiectasis zugezogen, die schnell zu Komplikationen führen kann.

Der Präsident blieb guter Dinge und gab sogar am Krankenbett eine Pressekonferenz. Die Infektion führte er auf seine geschwächte Widerstandskraft zurück. Wegen der Vorbereitung seiner Botschaften an den Kongreß habe er zwei Tage weder richtig zu Mittag gegessen noch sich ausgeruht: „Es soll mir eine Lehre sein...“