Wolfgang Amadeus Mozart: Sämtliche Kammermusikwerke für Bläser – Serenaden und Divertimenti; Bläser-Kammermusikvereinigung London, Leitung: Jack Brymer; Teldec SKD 15 (stereo), KD 15 (mono), 5 Platten, 98,– DM

Auf Konzertprogrammen stehen diese Kompositionen äußerst selten, da schon ein einziges Stück von den Musikern mehr Atemkraft verlangt als ein ganzes Symphoniekonzert. In diesen Werken, die ja als Gesellschafts- und Unterhaltungsmusiken gedacht waren, ging Mozart seiner Freude am Experimentieren nach, probierte er jene ungewöhnlichen Klangkombinationen aus, die wir in seinen späten Klavierkonzerten und Symphonien bewundern.

In der „Bläser-Kammermusikvereinigung London“ haben sich die exzellentesten Bläser der Londoner Orchester zusammengetan, wobei sie als den „primus inter pares“ den Klarinettisten Jack Brymer wählten. Bedauerlich ist nur, daß der Käufer gleich die ganze Kassette mit fünf Platten erwerben muß und nicht die Möglichkeit hat, sie sich einzeln zuzulegen.

Olivier Messiaen: Orgelwerke – Le Banquet’ Celeste, Apparition de l’Eglise éternelle, L’Ascension, La Nativite du Seigneur; Gaston Litaize an der Orgel von Saint François-Xavier, Paris; Musica Sacra, Schwann AMS 40/41 (stereo compatibel und mono), 50,– DM

1931 wurde Olivier Messiaen als Organist an die Kirche Ste. Trinité in Paris berufen, und dieses Amt hat er noch heute inne. 1956 hat er in dieser Kirche seine Orgelkompositionen für Schallplatten gespielt, diese Aufnahmen wurden jedoch in Deutschland kaum bekannt; außerdem litten sie an technischen Mängeln. Um so mehr lohnt es sich, auf Platten hinzuweisen, die vor einiger Zeit mit einer Auswahl seiner Orgelmusik erschienen sind.

Die Kompositionen Messiaens haben religiösen Ursprung. Themenstellung und Titel sind sehr häufig der Bibel entnommen. Messiaen schreibt also – im weiteren Sinne – „Programmusik“: eine hochkomplizierte Polyphonie, klangliche Feinheiten, wie sie in der Behandlung der Harmonien, der Instrumentierung und des Rhythmus zutagetreten, mit poetischer und mystischer Gewalt, der man sich kaum entziehen kann. Die Orgel, die wir besonders in Deutschland als ein starres, ja manchmal hartes Instrument kennen, erhält hier einen neuen Glanz.

Giuseppe Verdi: „Rigoletto“; Renata Scotto, Fiorenza Cossotto, Carlo Bergonzi, Dietrich Fischer-Dieskau, Ivo Vinco, Chor und Orchester der Mailänder Scala, Leitung: Rafael Kubelik; Deutsche Grammophon Gesellschaft 138 931 – 33 (stereo), 18 931 – 33 (mono), drei Platten, 75,– DM