Die beste Strategie ist immer, recht stark zu sein, erstens überhaupt und zweitens auf dem entscheidenden Punkt.“ Der Satz stammt von Clausewitz, und der ihn letzte Woche im Bundestag anführte, war der SPD-Abgeordnete Karl Wienand, der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses.

Wienands politische Aktien stünden heute besser, hätte er das weise Wort des preußischen Generals nicht nur zitiert, sondern auch beherzigt. Aber in der Wehrdebatte erwies er sich keineswegs als recht stark, weder überhaupt noch in den entscheidenden Punkten. Die Rakete, die er zuvor im „Stern“ abgeschossen hatte, wo er das Bundesverteidigungsministerium der Verschleuderung von Milliarden bezichtigte, verzischte armselig im Bundestagsplenum. Wienand war schlecht präpariert. Er argumentierte unkonzentriert und konterte von Hassels Faktensalven mit hilflosem Gerede.

Das ist bedauerlich, weil leicht der Eindruck entstehen kann, daß alle Mängelkritik gegenüber der Bundeswehr unbegründet sei. Dem ist keineswegs so. Zum Beispiel: Von dem, was die ZEIT in der vorigen Ausgabe über den Starfighter schrieb, ist kein Wort zurückzunehmen. Das Bundesverteidigungsministerium hat sich zu einem Dementi nicht in der Lage gesehen. ts