Man kann an dem Wesen der jüngsten Musik erkennen, daß sich eine Umorientierung vom Wunsch-Hören zum meditativen Hören vollziehen wird, einbezogen in die allgemein geistige Wandlung vom überspitzt Individualistischen zum Persönlich-Kollektiven.

Karlheinz Stockhausen

London liebt Aida

Während der letzten Spielzeit gab es im Londoner Covent Garden 134 Aufführungen von 21 verschiedenen Opern. Am größten war der Andrang zu den bewährten Leckerbissen musikalischen Konsums: Aida, Madame Butterfly, La Bohème. Zeitgenössische Werke von bescheidener Modernität – wie Weltons „Troilus und Cressida“ oder Schostakowitschs „Katerina Ismajlowa“ – wurden vor halbleeren Häusern gespielt. Nur Benjamin Brittens Beliebtheit reichte an die der Klassiker heran.

Museum zum Geschenk

Ein „Museum der offenen Tür“ hat der Fabrikant Rudolf August Oetker der Stadt Bielefeld geschenkt. Das Gebäude – drei Stockwerke über, zwei unter der Erde auf einem quadratischen Grundriß – wird nach den Plänen des Van-der-Rohe-Schülers Philip Johnson gebaut. In ihm soll nach neuen Wegen der Erziehung zum besseren Verständnis der Kunst gesucht werden. So sieht der Entwurf einen Vortragssaal vor, eine Bibliothek-mit Leseraum, eine „Studiengalerie“ und ein – Kinderzentrum, in dem die Kinder der Museumsbesucher selbst malen und modellieren können. Eine wertvolle eigene Gemäldesammlung, die in diesem Museum ihren Platz finden könnte, fehlt den Bielefeldern allerdings noch.

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