Arbeitnehmer als Bauherren

Auch 1963 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 85 377 (1962 ohne Westberlin: 84 137) neu errichteten Wohngebäuden in der Bundesrepublik Arbeitnehmer die Bauherren, und damit bei 52,7 (1962: 52,5) Prozent aller von privaten Haushaltungen errichteten Wohngebäuden. Rechnet man Rentner und Pensionäre als ehemalige Arbeitnehmer hinzu, dann betrug der Anteil der Arbeitnehmer an neuen Wohngebäuden in beiden Jahren 55 Prozent.

Mehr Autos aus England

Während die Automobilproduktion in Frankreich und Italien stagniert, konnte nach der deutschen jetzt auch die britische Automobilindustrie ein Rekordergebnis für 1964 melden. Sie produzierte rund 2,5 Millionen Kraftfahrzeuge, eine halbe Million mehr als im Vorjahr. An der Spitze steht nach wie vor BMC mit 895 000 Fahrzeugen vor Ford und Vauxhall (General Motors). Bemerkenswert ist das Ansteigen des Exports in die EWG-Länder trotz höherer Zölle; die Industrie führt dies auf einen „Snob-Appeal“ und die Solidität britischer Automobile zurück.

Hohe Arbeitskosten

Sieht man von Luxemburg ab, das mit seinen traditionell hohen Lebenshaltungskosten auch seit langem ein überdurchschnittliches Lohnniveau gehabt hat, so waren nach Berechnungen des Statistischen Amts der Europäischen Gemeinschaften die Aufwendungen für Löhne und Lohnnebenkosten je Stunde in der Eisen- und Stahlindustrie auch 1963 in der Bundesrepublik am höchsten. Sie waren freilich nur um 0,4 Prozent höher als in den Niederlanden, lagen aber um 9,4 Prozent über den belgischen und waren um 10,6 Prozent höher als in Italien und um 22 Prozent höher als in Frankreich.

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