De Gaulle ist sich selbst treu geblieben. Bei der Abstimmung des Internationalen Währungsfonds über die Einzahlung der auf der letzten Weltbanktagung in Tokio beschlossenen Erhöhung der Mitgliedsquoten des Fonds um 25 Prozent, oder von 16 auf 21 Milliarden Dollar, hat Frankreich nein gesagt. In einer amtlichen Mitteilung aus Paris heißt es, insbesondere die Bestimmung, daß ein Viertel der Quotenerhöhung in Gold eingezahlt werden muß, bedeute eine Schwächung der beabsichtigten Wirkung dieser Maßnahme. Diese Mitteilung klingt ein wenig dunkel, wie vieles, was in den letzten Monaten in der Frage der internationalen Währungsordnung aus Paris kam.

In einem kann de Gaulle recht haben, die Goldeinzahlungsvorschrift bedeutet tatsächlich eine Schwächung des Dollars und des Pfundes, weil mit Sicherheit einige Mitglieder zur Erfüllung ihrer Einzahlungspflicht Dollar gegen Gold umtauschen werden. Das aber könnte doch nur die Versuche de Gaulles unterstützen, die Führungsstellung des Dollars zu unterminieren.

Ein Beweggrund würde allerdings in die bisherige Pariser Linie passen. Mit der Erhöhung der Mitgliederquoten wächst auch das Ziehungsrecht der einzelnen Länder auf den Fonds, das heißt die Möglichkeit, sich vom Fonds Kredite zu beschaffen. Sollte es Paris unangenehm sein, daß damit auch die Beweglichkeit der USA sich wieder erhöht? mh.