Die Antwort des britischen Premiers vor dem Unterhaus glättete die Wogen der Erregung. „Wir begrüßen die Ratschläge von jedermann, besonders von denen, die wie der Präsident der Notenbank das Recht und die Pflicht dazu haben.“

Über eine Woche hatte der Sturm um den Gouverneur der Bank of England getobt, der in einer Rede die Wirtschaftspolitik der Labour-Regierung scharf kritisiert hatte. Lord Cromer hatte in den Kampf eingegriffen, der hinter den – Kulissen zwischen dem einer deflationären Wirtschaftspolitik zuneigenden Schatzkanzler und dem eine inflationäre Ausgabenpolitik bejahenden Wirtschaftsminister ausgefochten wird. Wilson schluckte jedoch die bittere Pille. Der Premierminister weiß nicht nur, daß er Lord Cromer und dessen Notenbankkollegen in aller Welt die schnelle Hilfe für das kranke Pfund verdankt. Er toleriert auch den Rat einer Instanz, die ihre Unabhängigkeit trotz ihrer Verstaatlichung behauptet hat.

Ob sich Wilson nun an die Empfehlungen hält, ist eine andere Frage. Immerhin verpflichtete er sich vor dem Parlament, kein Gesetz zu erlassen, das dem Notenbankpräsidenten verbietet, öffentlich zu wirtschaftspolitischen Streitfragen Stellung zu nehmen. Das finanzielle Gewissen der Nation, wie der Präsident der Bank of England genannt wird, braucht auch künftig aus seinem Herzenkeine Mördergrube zu machen. W. W.