Moskitos bevorzugen Männerblut

Alle beißenden Moskitos sind weiblichen Geschlechts. Und, wie alle Mädchen, bevorzugen sie den Umgang mit Männern. Das ergab ein Test, den die amerikanischen Entomologen I. H. Gilbert, H. K. Gouck und Nelson Smith vom Landwirtschaftlichen Forschungsdienst in Gainsville, Florida, durchgeführt haben. Sogar wenn Männer und Frauen sich mit einem insektenabweisenden Mittel einrieben, kamen die Moskitos früher zu den Männern zurück als zu den Frauen.

Die Entomologen erfuhren darüber hinaus noch von einer anderen Eigenart der Moskitos. Sie werden von Personen mit höherer Hauttemperatur in stärkerem Maße angelockt als von solchen mit niedrigerer Oberflächentemperatur.

Haarwuchs durch Sexualhormon

Kaum ein anderer Schönheitsfehler wird in so hohem Maße kommerziell mißbraucht wie die Kahlköpfigkeit. Davon kann man sich leicht überzeugen, wenn man einen Blick in den Anzeigenteil eines Groschenblatts wirft.

Um so vorsichtiger mußten zwei amerikanische Ärzte von der Universität Pennsylvania sein, als sie tatsächlich ein Mittel gefunden hatten, das imstande ist, wenigstens einen Teil der eingeschrumpften Haardrüsen zu neuer Produktion anzuregen. Das Mittel kann nämlich gefährlich werden, wenn es ohne ärztliche Kontrolle angewandt wird. Nur ungern veröffentlichten daher Christopher M. Papa und Albert M. Kligman im Journal der American Medical Association (12. Februar) die Ergebnisse ihrer Versuche mit dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron. Die beiden Ärzte hatten die Kopfhaut von 21 Männern, die an starkem Haarausfall litten, mit einer stark verdünnten Lösung dieses Hormons behandelt. Bei fünfzehn der Versuchspersonen begannen nach der Behandlung auf den kahlen Stellen wieder Haare zu wachsen – zwar spärlich, aber unübersehbar.

Testosteron ist ein sehr wirksames Hormon; es kann leicht durch die Kopfhaut hindurch vom Körper aufgenommen werden und gefährliche Nebenwirkungen auslösen. Die beiden Wissenschaftler warnen daher vor einer voreiligen und unkontrollierten Anwendung ihrer Entdeckung. Sie hat bisher rein wissenschaftlichen Wert, kann aber vielleicht den Weg zur Auffindung testosteronähnlicher Verbindungen weisen, die wirklich nur lokal auf die Kopfhaut wirken.