Der Abschluß der Berliner Bank AG für 1964 ist gekennzeichnet durch eine kräftige Erhöhung der Kundeneinlagen, die neben einer starken Ausdehnung des Kreditvolumens auch Neuanlagen an den Geld und Kapitalmärkten zuließ. Die günstige Ertragslage ermöglichte es dem Institut, neben der üblichen Verstärkung der stillen Reserven, einen Betrag von 3 Millionen Mark der freien Rücklage zuzuweisen, die damit 30 Millionen Mark beträgt. Da die Bank im Laufe des Berichtsjahres ihr Grundkapital um 5 Millionen auf 35 Millionen Mark erhöht hat und die neuen Aktien zum Kurse von 200 Prozent ausgegeben wurden, stieg durch Zuführung des Agios auch die gesetzliche Rücklage um 5 auf 8 Millionen. Das ausgewiesene Eigenkapital ist damit gegenüber 1963 um 13 auf 73 Millionen gewachsen. Es wird ein Gewinn von 5 (3,6) Millionen ausgewiesen. Hieraus werden 14 (12) Prozent Dividende verteilt. Vorstandsmitglied Alfred Hansi betonte, mit dieser Dividendenerhöhung werde das Bestreben deutlich, sich der Ausschüttung anderer großer Regionalbanken anzunähern.

Von 16 auf 17 Prozent wird die Dividende der Frankfurter Hypothekenbank für 1964 aufgestockt. Der offen ausgewiesene Gewinn hat sich im vergangenen Jahr von 15,5 auf 17,675 Millionen Mark erhöht. Den Rücklagen wurden 10,5 (9,5) Millionen Mark zugewiesen und die versteuerten Wertberichtigungen um 2,5 (2) Millionen Mark aufgestockt. Da die Umlaufgrenze für Pfandbriefe Ende 1964 bis auf 150 Millionen ausgenutzt war, wird die Hauptversammlung am 24. März über eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 3:1 um 10 auf 40 Millionen Mark zu beschließen haben. Günstig für die Aktionäre ist das Bezugsrecht, denn sie können zu 150 Prozent beziehen, womit sich ein Bezugsrechtswert (auf Basis des gegenwärtigen Kurses) von 156 Prozent ergibt. Die starke Expansion des Instituts zeigte sich in dem Verkauf von 589,1 Millionen Mark Pfandbriefen und Kommunalobligationen, womit das hohe Ergebnis von 1963 von 500,2 Millionen noch übertroffen wurde

Die Degussa Deutsche Gold- und Silberscheide anstatt vormals Roessler, Frankfurt/Main, erhöh 1963/64 die Dividende auf 18 Prozent (nach 17 Prozent und 0,25 Prozent Ausschüttung aus dem Treuhandvermögen). Der Gesamtumsatz stieg im Berichtsjahr um 14,5 Prozent auf 1,3 Milliarden Mark, daran waren Metall- und Chemiebereich etwo gleichmäßig beteiligt. Der Ausfuhranteil erhöhte sich auf 30,5 Prozent. Die Steigerung der Bilanzsumme um 124,5 auf 581,1 Millionen ist zum größten Teil die Folge der Kapitalerhöhung um 32,25 auf 155 Millionen Mark zum Kurse von 225 Prozent. Die Kapitalerhöhung hat das Bilanzbild verbessert. Durch sie und durch eine Zuführung zur Rücklage für Forschung und Werkserneuerung von 7 Millionen Mark aus dem Jahresergebnis hat sich die Eigenkapitalbasis der Degussa wesentlich verbreitert. Grundkapital und Rücklagen sind um 81,4 Millionen größer geworden; sie überdecken jetzt das Anlagevermögen.