Die seit Mitte vorigen Jahres ständig ansteigende Arbeitsproduktivität der westdeutschen Industrie erreichte im Dezember vorigen Jahres eine Zuwachsrate von nicht weniger als 10,6 Prozent. Wie dazu der DGB mitteilt, geht das aus Berechnungen hervor, die das Wirtschaftswissenschaftliche Institut der Gewerkschaften an Hand der neuesten Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes vorgenommen hat. Danach überschritten alle industriellen Wirtschaftsbereiche die ungewöhnliche Zuwachsrate von zehn Prozent in der Stundenleistung der Industriearbeiter.

VW an der Spitze

Die Aufnahmefähigkeit des amerikanischen Marktes für ausländische Kraftwagen ist nach wie vor gut. 1964 wurden 484 131 Kraftwagen ausländischer Hersteller in USA verkauft. Das Verkaufsergebnis von 1963 wurde damit um 25 Prozent übertroffen. Der Anteil ausländischer Fabrikate am Automobilabsatz auf dem amerikanischen Kontinent betrug sechs Prozent gegenüber 5 Prozent im Jahre 1963. Den Löwenanteil 1964 sicherte sich das Volkswagenwerk mit einem Absatz von 307 173 Wagen (Vorjahr 240 143).

Verstaatlichung in Syrien

Die syrische Regierung hat sechs syrische und drei westliche Mineralölvertriebsgesellschaften verstaatlicht und die gesamten Einrichtungen übernommen. Die seitherigen Leitungen der Gesellschaften wurden durch staatliche Treuhänder abgelöst. Die betroffenen drei westlichen Unternehmen Shell, Esso und Socony Vacuum besitzen weder Ölfelder noch Raffinerien in Syrien; sie handhaben jedoch den gesamten Verkauf und Vertrieb von Mineralölerzeugnissen in diesem Lande. Die syrische Regierung behauptet, die drei westlichen Gesellschaften hätten 67 Prozent des Ölgeschäftes in Syrien kontrolliert und einen jährlichen Gewinn von etwa 2,5 Millionen Dollar (zehn Millionen Mark) erzielt.

Eine Sozialwohnung kostet 50 000 Mark

Die Kosten einer ausschließlich mit öffentlichen Mitteln geförderten Wohnung stiegen in Nordrhein-Westfalen im Jahre 1963 auf fast 50 000 Mark gegenüber rund 43 500 Mark im Jahre 1962. Die Kosten stiegen damit im Durchschnitt um nahezu 15 Prozent. Nach Unterlagen der Wohnungsbauförderungsanstalt Nordrhein-Westfalen sind die Kostensteigerungen nur zum Teil auf echte Preissteigerungen zurückzuführen. Viele Bauherren stellen höhere Wohnungsansprüche, die zu verbesserter Ausstattung, größeren Wohnflächen und damit zu höheren Kosten führen. Tatsächlich erhöhte sich die durchschnittliche Wohnfläche um 5 auf 75 Quadratmeter.