Royal Dutch verdiente weniger

Mit 208,3 Millionen Pfund lag das Nettoergebnis der Royal Dutch/Shell-Gruppe im Geschäftsjahr 1964 um 3 Prozent niedriger als im Jahr 1963, obwohl der Absatz an Rohöl und Erdölprodukten um 10 Prozent gestiegen ist. Die Verkaufspreise waren jedoch in fast allen wichtigen Absatzgebieten der Gruppe schwächer, vor allem in den größeren Industrieländern Europas und des Fernen Ostens. Royal Dutch bleibt für 1964 bei einer Jahresausschüttung von 6,25 hfl je Aktie. Entsprechend lautet der Satz für Shell Ltd.

Mehr deutsche Aktien

Die holländische Kapitalanlagegesellschaft Robeco Rotterdamsch Beleggingsconsortium N.V. hat im Berichtsjahr 1964 Zukäufe bei deutschen Aktien vorgenommen. Dennoch ist der Anteil deutscher Aktien am Gesamtportefeuille wegen ihrer vergleichsweise geringen Wertsteigerung rückläufig gewesen. Robeco hat aus ihrem deutschen Portefeuille Girmes- und Neckermann-Aktien entfernt. Dafür traten neu ein: Schultheiss-Brauerei und Rheinische Elektrizitäts-AG. Die Robeco-Aktionäre erhalten für 1964 einschließlich der bereits gezahlten Interims-Dividenden je Aktie im Nennwert von 50 hfl eine Barausschüttung von unverändert 9,25 hfl und außerdem wieder eine Stockdividende von 2 1/2 Prozent.

Großaktionär gesucht

Die zum Bereich der in Schwierigkeiten geratenen Firmengruppe Hansemann/Münch gehörende Hallesche Salzwerke und Chemische Fabrik Kalbe AG, Düsseldorf, sucht einen neuen Großaktionär. Die Gesellschaft beschäftigt sich lediglich mit der Vermögensverwaltung, wobei im Augenblick niemand zu sagen weiß, wie groß das Vermögen der Gesellschaft zur Zeit noch ist. Halle Salz – so der Börsenname – soll zu einem nicht geringen Teil Aktien der Gottfried Lindner AG besessen haben, die wegen Überschuldung vor der Liquidation steht. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Fritz David von Hansemann, soll sich um einen neuen Großaktionär bemühen, wobei eine ausländische Gruppe im Gespräch ist. 25 Prozent des 0,975 Millionen Mark betragenden Aktienkapitals werden von der Salzdetfurth AG gehalten.

Thyssen zahlt mehr